Volles Herz

Seit ein paar Monaten spüre ich ein „Unruhe“ in meinem Herzen. Irgendetwas wird geformt, zurechtgerückt. Ich spüre, dass Jesus in meinem Herzen wirkt, dass er mich auf etwas vorbereitet. Ich spüre, dass diese „Unruhe“ bald ausbrechen wird. Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt, welchen Plan Jesus mit mir hat.

Seit gut einem Jahr gehe ich in eine Gemeinde in Wien. Nach einer zaghaften Eingewöhnungsphase bin ich nun auch Mitarbeiterin, organisiere die „Kaffeezeit“, die vorm Godie stattfindet, bringe mich beim Frauentreffen ein usw. Es tut gut, mitzuwirken, meine Ideen und meinen Glauben einzubringen, Zeugnis zu sein.

Immer mehr merke ich, dass ich dort „zuhause bin“.

Es ist ein Segen in diese Gemeinde zu gehen.

Immer mehr entdecke ich meine Gaben und was ich, dieser Gemeinschaft geben kann. Doch „verwirrt“ es mich. Denn Jesus hat mir so viel gegeben und es kommt immer mehr dazu.

Gerne möchte ich wissen was es ist, was Jesus mit mir vorhat.

Aber er sagt es mir nicht! Er möchte, dass ich ihm weiterhin vertraue und mich formen lasse!

 

„Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“

Sprüche 16,9

 

Juli17-SverigeSemester_Anna (642)

Advertisements

Leben(sgeschichte)

Im Frühling war Herr Heinz Nußbaumer (ehemaliger außenpolitischer Journalist und Vertrauter vieler Staatsmänner, Buchautor und Herausgeber der „Furche“) bei uns in der Buchhandlung, um von seinem Leben zuerzählen und das eine oder andere aus seinen Büchern vorzulesen.

Ich war so beeindruckt von diesem Mann! Was Herr Nußbaumer erlebt und gesehen hat, kann man sich beinahe nicht vorstellen. So ein gescheiter, humorvoller, symphatischer und vor allem bodenständiger Mann.

Natürlich musste ich mir gleich seine zwei Werke „Der Mönch in mir“ und „Meine große kleine Welt“ kaufen und bekam sogar eine Widmung mit einem Dank für meine Mühen (Vorbereitung des Saales und Bewirtung der Gäste).

„Herr Nußbaumer, ich bewundere Sie!“ Bei diesem Kompliment sah er mich erst ungläubig, dann schmunzelnd an. „Ja, das sage ich als junges Hupferl!“ 😉

Am nächsten Tag berichtete meine Chefin mir, dass ich Herrn Nußbaumer damit sehr berührt habe.

Ich empfehle wärmstens, die genannten Werke zu lesen! Meine Sicht auf die Dinge und die Welt wurden erweitert und ich habe auch gelernt, wie viel wert richtige und ehrliche Kommunikation ist!

 

„Es gibt Menschen, die berichten so interessant und klug darüber, dass sie zur journalistischen Legenden werden. Wenn ein solcher Mensch ein Buch über seine Erlebnisse schreibt, ist das eine spannende Sache. Und wenn er Heinz Nußbaumer heißt, ist das ein Glücksfall.“ -Hugo Portisch

 

Daten zum Buch:

Titel: Mein kleine große Welt

Autor: Heinz Nußbaumer

Verlag: MOLDEN

 

 

Graz, i måg di!

Am Wochenende besuchte ich eine Freundin in Graz.

Mit dem Flixbus (sehr zu empfehlen) fuhr ich in der Früh hin und sie holte mich in der Stadt ab. Wir spazierten über die Herrengasse und dem Hauptplatz zu ihr nachhause, wo wir erstmal bei einer Tasse Kaffee und zwei Stück Kuchen (mmhhh der war sooo herrlich) die ersten Neuigkeiten austauschten. Das Plaudern ging beim Erdäpfelgulasch und Kuchenbacken weiter und wir lachten viel.

Ein kurzes Schläfchen und dann waren wir zu einer Kaffeejause bei Freunden eingeladen. Dort durften wir ein 1-Wochen altes Baby begrüßen! Ich sag euch, dieser Zwerg war vielleicht entzückend!! Seine großen Brüder (ebenfalls Schätze) spielten mit uns in der Sandkiste und wollten uns gar nicht gehen lassen 🙂

 

Am Abend gönnten meine Freundin und ich uns ein guades Eis und flanierten zum Stadtpark, indem wir die warme Sonne genossen und die Leute beobachteten 🙂 Herrlich sowas!

Bei Kebap und Prosecco mit Himbeeren ließen wir diesen wunderbaren Tag ausklingen!

 

Am Sonntag spazierten wir (ur tüchtig) auf den Schlossberg rauf und genossen bei Cappuccino die schöne Aussicht auf die Stadt.

Ich habe diese Zeit sehr genossen, weil wir es ur gemütlich und stressfrei hatten und ich die Stadt und Zeit mit einer wunderbaren Freundin genießen konnte und durfte!

 

Ein schöner Urlaubsabschluss! 🙂

 

Von der Liebe zur Musik

Das Wien um 1900 ist Schauplatz von Kunst und Musik, Diners in prunkvollen Kleidern und Räumen, mit exqusitem Essen und Champagner, Gesprächen über Malerei und die Oper. Die Herren rauchen ihre Zigarren zu gehaltvollem Whiskey, während die Damen Klatsch und Tratsch austauschen.

Mitten in diesen Prunk und diese Gesellschaft wird Alma Schindler geboren. Ihre Eltern, Emil Jakob Schindler und Anna, später Moll, bereiten ihren wohlerzogenen Töchtern Alma und Gretl den Weg in diese Gesellschaft und sind stets darauf bedacht ein ehrenvolles  Bild abzugeben.

Alma liebt die Musik. Stundelang kann sie am Klavier sitzen und spielen. Bald fängt sie damit an ihre Gefühle und Gedanken in Musikstücke zu verpacken und zu komponieren.

Durch ihre Schönheit und Intelligenz zieht sie viele Blicke auf sich. Frauen sehen sie mit Bewunderung und Neid an, und Männer würden sie gerne als die Frau an ihrer Seite sehen. So gilt sie schon bald als bedeutendste und schönste Frau Wiens.

Doch nur ein Mann schafft es ihre volle Aufmerksamkeit und Liebe zu gewinnen. Der damalige Hofoperndirektor und Komponist Gustav Mahler hat sich von der ersten Sekunde an in sie verliebt. Schon bald ist den beiden klar, dass sie heiraten werden.

Alma führt von da an ein prachtvolles Leben. Ihr Mann ist eine Berühmtheit, sie ebenso. Die Sommer verbringen sie am Wörthersee, im Winter wohnen sie in der Innenstadt. Beide teilen die unbändige Liebe zur Musik.

Doch ist dies Fassade.  Alma komponiert nicht mehr, sie spielt auch nicht mehr zuhause am Klavier. Denn mit der Heirat zu Mahler, gab sie ihre Musik auf. Nun zählt seine Musik. Die Liebe zu ihrem Mann ist so innig und groß, dass sie diese Entscheidung getroffen hat.

 

Nachdem ich diesen Roman gelesen habe, war ich tief entzückt über das Wien um 1900. Theater und Konzerte, Gespräche um Kunst und Musik, Mode. Caroline Bernard beschreibt ein Wien, in dem sich die großen Künstler und ehrenvolle Männer und Frauen der Gesellschaft (Gustav Klimt, Carl Moll, Max Burckhard, Berta Zuckerkandl, Anna Sacher) beinahe täglich begegnen und die Kunst, Musik und Mode die Gespräche beherrschen.

Ich bekam wieder Lust öfters ins Museum zu gehen oder auch wieder selbst mit dem Malen anzufangen.

Bernard erzählt aber auch die traurige Geschichte von einer Frau, die ihre Liebe zur Musik aufgab, um sich der ihres Mannes vollhinzugeben.

Würde ich dies tun? Ich denke nicht. Denn wenn mein Mann von mir verlangen würde, das aufzugeben, was ich liebe, was mir Freude bereitet und ausgleicht, dann ist das denke ich keine ehrliche Liebe. Denn „lieben“ heißt, die Glücksmomente und Freuden des anderen zu respektieren und eventuell auch zu teilen.

Nach Gutav Mahlers Tod, führte Alma das Vermächtnis ihres Mannes weiter. Auch nach zwei weiteren Ehen, gab sie nie den Namen ihres Mannes auf, sie nannte sich weiterhin Alma Mahler. Ihre weiteren Ehemänner und Partner liebte sie, doch nie so innig wie ihren Gustav.

 

Daten zum Buch:

Titel: Die Muse von Wien

Autorin: Carloine Bernard

Verlag: atb

 

Ein Traum aus Büchern

Wie ihr ja mitbekommen habt liebe ich Bücher!

Seit Oktober letzten Jahres arbeite ich in einer Buchhandlung und diese Arbeit bereitet mir so viel Freude!

Eines Tages kam mir dann folgender Roman „Meine wundervolle Buchhandlung“ in die Hände und ich musste schmunzeln. Denn die Autorin gab, so wie ich, ihren gelernten Beruf auf um eine Buchhandlung zu kaufen und Bücher zu verkaufen.

Ich kaufte zwar keine Buchhandlung, aber ich arbeite darin, anstatt Torten zu backen.

Petra Hartlieb erzählt sehr humorvoll vom Alltag einer Buchhändlerin. Sie geht ins Detail, berichtet von den Höhen und Tiefen, dem stressvollen Weihnachtsgeschäft, Bücherstapel die auf dem Esstisch parken, freundlichen und anspruchsvollen Kunden, Leseproben, Reisen in andere Welten und und und.

Ich habe sehr viel lachen müssen, da ich dieses Buch aus der Sicht einer Buchhändlerin gelesen habe und empfehle es weiter, nicht nur an Kollegen, sondern an Buchliebhaber!

Ein Blick hinter die Kulissen, der sich lohnt!

 

Daten zum Buch:

Titel: Meine wundervolle Buchhandlung

Autorin: Petra Hartlieb

Verlag: Dumont

 

 

Ungewollte Pause

Hallöchen, da bin ich wieder!

Nachdem mein lieber Laptop den Willen aufgegeben hat, mir zu Diensten zu stehen (tut er immer noch nicht) war es mir nicht möglich irgendetwas zu machen !

Aber jetzt bin ich wieder frisch und munter da, mit einem Köfferchen voller Bücher für die Leseecke und Urlaubsberichte und sonst noch. Was sich halt so stapelt! 🙂

Seid gespannt! 🙂

 

 

Ein perfekter Tag

Wenn ich einen perfekten Tag erlebe, erlebt habe, muss ich jedes mal an die Szene im Film „Miss Undercover“ denken, in der Cheryl gefragt wird, was ein perfekter Tag ist.

Gestern war so ein perfekter Tag!

Den Vormittag verbrachte ich mit Herzensfreunden (Maggan du zählst dazu!!!!) im Kurpark Oberlaa. Wir hatten Picknickdecken mit, Cous Cous-Salat, Scones, Brot, Marmelade, Zitronenwasser, Schokokuchen, Kaffee….wir saßen unter einer Baumgruppe auf einem Hügel im Schatten und aßen, lachten, plauderten, spielten, tanzten Limbo und hatten es einfach super fein!

Danach spazierten wir noch zum Streichelzoo und Spielplatz. Dort borgten wir uns einen Volleyball aus und spielten sicher eine Stunde lang. Ich gesellte mich erst etwas später dazu, da es mir in der Sonne zu heiß war. Im Schatten las ich „Die Vermessung der Welt“ von Daniel Kehlmann und spähte immer wieder zu meinen Freunden. Nachdem sie so viel Spaß hatten, beschloss ich mich einzubringen.

Zwischendurch gesellte sich ein Ehepaar zu uns und verstärkte unsere Runde.

Als wir dann erhitzt und ausgepowert waren machten wir uns auf dem Weg zum Ausgang. Während die anderen sich noch mit einem Eis belohnten, fuhren Margaretha und ich nachhause, da wir uns mit der Familie am Grab meiner Oma treffen wollten.

Am 1. Mai vor nun schon sieben Jahren, schloss meine geliebte Oma ihre Augen um zu ihrem himmlischen Vater zu gehen. Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern. Es fing zu regnen an und meine Schwester Lisa sagte: „Der Himmel weint mit uns!“ und danach: „Jetzt trinkt die Oma Champagner mit Gott!“

Ich vermisse sie sehr! Ihre große Brille, die oft ganz angedappt war, ihr silbergraues Haar, ihre Krautsuppe, die Art wie sie sprach und erzählte, die Stunden am Hötschiberg mit ihr, das Blumenpflücken, ihre Stimme, ihre Anrufe an meinem Geburtstag (sie war die erste, oft um 6 Uhr in der Früh) und ihr „Kräht der Hahn früh am morgen, kräht er lustig und laut…..liebe Anna, dein Geburtstag ist heut.“

Jakob war gestern mit am Friedhof und als er lachend und plaudern auf und ab ging stimmten wir alle in diesen Satz ein: „Die Mutti/Oma hätt eine große Freude mit dir.“ Und das hat sie sicher! Denn sie sitzt oben im Himmel und sieht zu uns hinunter und ich kann spüren wie stolz sie auf uns ist!

Den Friedhofsbesuch ließen wir dann mit einem Heurigenschmaus ausklingen. Ich schätze diese Tradition sehr! Zusammenkommen, als Familie gemeinsam an unsere lieben Menschen denken und Erinnerungen austauschen!

 

Eigentlich wollte ich dann danach gleich duschen und ins Bett. Denn von diesem vielen „Frische luft schnappen“ war ich ganz müde und der Muskelkater machte sich bereits bemekrbar! 😉 Es blieb nur bei der Dusche, denn Margaretha und ich beschlossen dann nach zu unseren Freunden zu fahren um den Abend ausklingen zu lassen. Wir spielten nochmals Volleyball (weil wir alle überhaupt nicht ausgepowert waren), dadurch, dass wir aber so viel lachten, wurde das nicht wirklich was. Als Abschluss saßen wir noch beisammen, spielten Blackstories (Bibeledition), tranken an Radler und genossen die Zeit gemeinsam.

 

DAS WAR MEIN PERFEKTER TAG! 🙂

 

Mai18-Oberlaa1 (40)Mai18-Oberlaa1 (27)Mai18-Oberlaa1 (41)Mai18-Oberlaa1 (8)Mai18-Oberlaa1 (19)Mai18-Oberlaa1 (20)

Manchmal schickt uns Gott einen Engel

…oder einen Esel mit langen Ohren, viel zu großem Kopf, braunen Kulleraugen und großem Herzen.

Als Rachel und ihr Mann Tom eines Abends spät nachhause kamen, werden sie mit einem verwahrlosten, ängstlichen und verletzten Esel mitten auf ihrer Zufahrtsstraße überrascht. Trotz großer Müdigkeit, nach einem langen und anstrengenden Arbeitstag, steigen die beiden aus und versuchen diesen Esel zur Scheune zu bringen. Drei Stunden später lagen sie dann endlich im Bett.

Mit diesem fragwürdigen Abend fängt eine wunderbare Reise und Familiengeschichte an. Nachdem die Suche nach dem Besitzer scheiterte, beschloss die Familie diesen Esel, den sie später Flash taufen, aufzunehmen, worüber ihr Hund nicht besonders erfreut ist.

Flash wickelt seine Besitzer, Besucher und Leser mit seine Gutmütigkeit um den Finger.

Aber vielmehr, zeigt er seiner Familie, Gottes Reichtum an Segen, Versorgung, Obhut, Freude und Fülle in ihm.

 

Ich habe mich sofort in den Titel verliebt und bin tief berührt von diesem Esel und seiner Lebensgeschichte.

Ein bisschen hat sie mich an den Roman „Pawlowa, oder wie man einen Esel um die halbe Welt schmuggelt“ erinnert. Da treffen zwei Persönlichkeiten, ein alter Mann und ein Eselfohlen aufeinander und erleben, was Freundschaft bedeutet.

 

Daten zum Buch:

Titel: Das Glück hat lange Ohren

Autorin: Rachel Anne Ridge

Verlag: GerthMedien

 

Was mich erfüllt

Momentan lese ich folgende (wahre) Geschichte „Das Glück hat lange Ohren“. In dieser Erzählung geht es um einen drolligen aber liebenswürdigen Esel der eines nachts auf der Hauseinfahrt einer texanischen Familie steht und bei ihnen Heimat findet. Ich möchte jetzt gar nicht näher eingehen, da ich dies dann in der Leseecke machen werde 😉

Aber so viel kann ich sagen, dieser liebenswürdige Esel zeigt auf seine Art und Weise wie sehr Gott uns liebt und für uns sorgt.

Folgenden Gedanken der Autorin, und Eselbesitzerin möchte ich nun mit euch teilen.

„Wo finde ich Erfüllung?“

.) Was ist ERFÜLLUNG?

  • ist es das zufriedene über-den-Bauch-streichen nach einem reichhaltigen Mittagessen?
  • oder die Laufrunde in der Früh?
  • laut Musik hören?
  • sich in Arbeit eindecken?

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was mich erfüllt:

  • Sonnenschein
  • Vogelgezwitscher
  • meine Arbeit in der Buchhandlung
  • meine Familie
  • mich in einem Buch zu verlieren
  • Tanzen
  • Kuchen backen
  • Gemeinde/Kirche
  • Spaziergänge
  • Zeichnen (was ich jedoch schon länger nicht mehr gemacht habe)
  • meine kleine, gemütliche Wohnung
  • mein Balkon
  • Blumen
  • meine Freunde
  • meine Dienst in der Kirche
  • meine Make-up-Workshops
  • Lobpreislieder hören
  • Lobpreis
  • Bibellesen
  • mein Glaube an Jesus Christus und die Gewissheit, dass er nie von meiner Seite weicht und einen Plan für mein Leben hat
  • die Gewissheit, dass ich von seiner Gegenwart umgeben bin

Was ist also diese „Erfüllung“?

-) Erfüllung ist etwas, das dir Freude macht, sie sorgt dafür, dass du Zufriedenheit verspürst und fröhlich bist.

-) Erfüllung sollte keineswegs „Ausfüllung“ sein! Du sollst nicht ausgefüllt werden, sondern ERfüllt!

 


„…welche da ist sein Leib, nämlich die Fülle des, der alles in allem erfüllt.“

Epheser 1,2