Der Zauber des Schnees

Heute wurde ich einerseits vom sanften Schnurren meiner Katze geweckt und andererseits von einer Schaufel, die draußen am Boden entlang kratzte.

Als ich die Vorhänge vorbeischob, breitete sich ein breites Grinsen auf meinen Lippen aus. Es hat geschneit. Ganz dicht und zauberhaft. Dicke Flocken fielen vom Himmel herab. Es war still, die Vöglein zwitscherten, ich konnte es gar nicht erwarten raus zu gehen, nur die Rosalinde war ein wenig skeptisch.

Während ich meinen Kaffee schlürfte, beobachtete ich die Schneeflocken und war ganz verzückt.

Der Weg in der Arbeit war herrlich. Meine Nase und Wangen waren ganz kalt und meine Haube tief verschneit. So herrlich!!

 

 

Schnee hat etwas friedvolles, geheimnisvolles, ruhiges. Diese Stille die sich ausbreitet, wenn die Blümlein unter einer sanften Schneedecke schlafen und die Vöglein sich an den Schneeflocken erfreuen, während ich meinen Kaffee im Warmen schlürfe 🙂

Zurücklehnen und Tee trinken

Tee beruhigt, Tee gehört zum Herbst/Winter dazu, wie warme Kuschelsocken und dicke Schmöker.

Nachdem ich den Schnupfen mindestens drei Monate mit mir herum getragen habe, brach er nun vollends aus. Letzte Woche Donnerstagnacht, Kopfschmerzen, Schnupfnase, Halsweh…das volle Programm. Tapfer hielt ich bei Büroarbeit und Geschäft schmücken. Heiße Dusche, ab ins Bett.

Am Samstag hatte ich meine Freundinnen zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen, mit Sinupret intens (bestes Mittel evaaaa!) ging es gut. Leider blieb es nur bei einem Glas Sekt 😦

Sonntags Leerlauf, Gottesdienstbesuch und Montag beschloss ich dann, dass mein Körper wirklich Ruhe braucht und die ausgefüllten Bestellzettel ruhig warten können. Vollstes Verständnis meiner Arbeitskolleginnen und ab ins Bett, literweise Tee trinken, heiße Duschen, Gemüsesuppe und Palatschinken von Farmor serviert bekommen, Kommissar Rex, Herzkino, Gilmore Girls schaun, Spaziergang, Michael Buble hören und die Wohnung adventlich schmücken…so ist krank sein erträglich 🙂

Rosalinde genießt es, dass ich den ganzen Tag zuhause bin, jetzt habe ich eine ungefähre Ahnung was sie so anstellt, wenn ich nicht da bin 😉

Beim heutigen Spaziergang ist mir wieder mal bewusst geworden, dass meine Gesundheit an erster Stelle steht, dass ich meinen Körper nicht mit Medikamenten zu pumpen muss, damit ich den Arbeitstag irgendwie überstehen kann; meine Kolleginnen haben nichts davon, und ich schon gar nicht.

Bis vor einem Jahr, überlegte ich 100 mal vorher, wie meine Kollegen wohl die Arbeit ohne mich schaffen, wenn ich zuhause im Bett liege. Heute, ein Jahr später und klüger, bekam ich liebe Nachrichten: „Gute Besserung und wir warten sehnsüchtig auf dich!“ „Ich vermisse dich schon.“, da fühlt man sich gleich viel besser. Ja, es wird mich am Donnerstag ein Berg von Arbeit erwarten, aber der ist zu bewältigen, denn am Donnerstag bin ich wieder fit, voller Energie und werde das mit links schaffen ;).

Ich möchte euch mit diesem Beitrag ermutigen, mehr auf eure Gesundheit zu achten und auf euren Körper zu hören! Er meldet sich, wenn er ausgelaugt ist und Ruhe braucht. Eure Kollegen haben nichts davon, wenn ihr nicht zu 100% eure Arbeit leisten könnt und wie eine Bazillenschleuder durch die Gegend trottet.

Ich habe viel zu oft diese Hilferufe unterdrückt, das ging soweit, dass ich aufgrund von Schmerzen am Ende gar nicht mehr arbeiten konnte. Was habe ich jetzt davon? Eine neue und supertolle Arbeitsstelle, superliebe Kollegen, mehr Zeit für mich, und vor allem entdeckte ich wieder, warum ich mich damals für das Backen und Kreieren von süßen Leckereien entschieden habe. 🙂

Also : zurücklehnen und viel Tee trinken!  🙂

Zwischen Liebe und Vergangenheit

Während der Arbeit sprach ich mit einer Kollegin über unsere Genrevorlieben bei Büchern. Von Krimi, Fantasy kamen wir auch zur Belletristik, viel mehr zu Nicholas Sparks. Bis jetzt habe ich zwei Romane von ihm gelesen und diese gefielen mir sehr, die anderen fand ich entweder zu kitschig und oder habe ich schon als Film gesehen.

Meine Kollegin schlug mir „Wenn du mich siehst“ vor und gab mir den Roman gleich mit. Witzig, meine Schwester hat diesen auch im Regal stehen, aber bis jetzt habe ich es mir noch nicht u Herzen genommen 😉

„Es geht um Liebe und ist aber spannend, Thriller usw.“ so, die Kurzbeschreibung meiner Kollegin.

Nachdem ich das vorher gelesene Buch wieder ins Regal stellen konnte, setzte ich mich gemütlich aufs Sofa und tauchte in den Roman ein. Ich konnte gar nicht mehr aufhören und nahm in sogar mit ins Bett.

Colin und Maria lernen sich bei strömenden Regen im Nirgendwo kennen. Nachdem er ihr den Reifen gewechselt hatte, dachten sie, einander nie wieder zu sehen. Darüber war Maria  eh erleichtert, denn Colin kam von einem Boxkampf und war nicht gerade ansehnlich.  Als aber ihre Schwester draufkommt, dass sie mit Colin in selben Seminar sitzt, fängt die Romanze an. Erst scheue Blicke über den Piersteg hinweg, ein persönliches Gespräch und dann ein Paddle-Nachmittag…sie verlieben sich ineinander. Die taffe, aber doch überforderte Staatsanwältin und der Problemjugendliche der gerade anfängt sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Doch eines Tages bekommt Maria wieder Drohbriefe, ihr Reifen werden aufgeschlitzt, sie bekommt wieder Panikattacken und der ganze Spuk von damals ist wieder hautnah….

 

Ein wirklich guter Roman mit einer fesselnden Geschichte über Vergangenheit, Aufarbeitung, Selbsterkennung, Annahme, Vertrauen, Liebe, Vergebung.

Also einmal etwas ganz anderes zu den romantischen, Herzschmerz Romanen 🙂

 

Witzig fand ich auch, dass ich davor „OctoberBaby“ gelesen habe, welches ebenfalls in Wilmington handelt und die Hauptfigur erwähnt, dass Nicholas Sparks-Romane dort verfilmt wurden.

 

Daten zum Buch:

Autor: Nicholas Sparks

Buchtitel: „Wenn du mich siehst“

Verlag: HEYNE <

Freude

Gestern predigte der Pastor über „Freude“.

Im Duden stehen beim Wort Freude folgende Definitionen:

  • hochgestimmter Gemütszustand
  • freudetrunken – trunken vor Freude
  • Freudestrahlend – straheln vor Freude
  • Herzensfreude – tief empfundene Freude
  • Frohsinn
  • Lust
  • freudenreich – reich an Freude

Aber was heißt „Freude“ für mich?

Freude heißt für mich, dass ich glücklich bin, dass ich lachen muss, mein Herz hüpft, ich bin positiv gestimmt/gut gelaunt.

Es ist nicht immer leicht Freude zu empfinden, vor allem wenn es einem schlecht geht. Unser Pastor hat damit vor allem gemeint, dass wir nicht immer froh in den Gottesdienst kommen können. Es gibt schlechte Tage, es geht uns nicht gut, aber wir dürfen wissen, dass Gott in unserer Gegenwart ist und uns Freude schenken möchte. Mir geht es manchmal so, dass ich tief in mir drinnen einen Druck verspüre, der mich daran hindert freudestrahlend in den Lobpreis zu gehen. Doch sobald ich dann die Musik höre und die Worte singe, dann spüre ich, wie sich dieser Druck verflüchtigt und stattdessen Freude in mein Herz kommt. Freude über die Gegenwart Jesus, seine Liebe zu mir.

 

„Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen;

denn das ist der Wille Gottes in Jesus Christus für euch.“

1. Thessalonicher  5,16-18

Bergauf

Um zum Gipfelkreuz zu gelangen, muss man mal erst den Berg besteigen. Und wie das so beim Wandern ist, geht es mal langsam und leicht los. Grüne, duftige Wiesen, geheimnisvoller Wald, vielleicht lässt sich sogar ein Reh blicken und die Vögel singen.

So geht es eine Weile dahin und man erfreut sich an der Schönheit der Natur. Doch dann fängt der Weg an steinig und mühsam zu werden. Es wird steil, der Rucksack fängt an zu drücken, man ist durstig und hungrig, Schweiß rinnt die Stirn runter, der Rücken ist nass.

Während dem gehen, kommen Gedanken auf: „Warum mache ich das eigentlich?“ „Wäre ich doch lieber zuhause am Sofa geblieben.“ „Therme klang eigentlich auch ganz gut.“ „Ich werde nie da oben ankommen.“ … Man verliert das Ziel – das Gipfelkreuz vor den Augen.

Und so geht es ebenfalls eine Weile weiter.

Doch, wenn man an den Punkt kommt, zu glauben, dass es nicht mehr weiter geht, die Füße schmerzen, die Schultern unter der Last des Rucksacks weh tun und man ins Stolpern gerät….dann kommt eine Kurve und dahinter sieht man eine duftige Blumenwiese, und dahinter blickt das Gipfelkreuz hervor! Die Last wird plötzlich leichter, die Füße tun gar nicht mehr weh, und der langsame Schritt beschleunigt sich. Plötzlich geht es gleich viel leichter. Und vielleicht kommt auch ein Wanderlied über die Lippen.

 

Genauso fühle ich mich gerade! Ich habe den steilen Anstieg hinter mir und bewege mich immer mehr dem Gipfelkreuz entgegen. Eines nach dem anderen fügt sich zum Positiven und ich bin voller Erwartungen was der Weg noch so mit sich bringt!

 

„Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“

Sprüche 16,9