Probier’s mal mit Gemütlichkeit

Samstag, draußen kalt…Zeit für ein kleines Home-Shooting

 

 

Models: Maggan, Rosalinde, me

Make-up: WE

Fotos: WE

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Wir sehen uns im Dezember wieder

 

Heute habe ich die Weihnachtsdekoration und -kränze weggeräumt. Dazu Tee getrunken und noch einmal Weihnachtslieder durch die Wohnung klingen lassen.

Wenn ich so dasitze und jedes einzelne Stück nehme, liebevoll einpacke und in die Weihnachts-Deko-Kisten packe, werde ich immer ein wenig sentimental. Mir wird bewusst, wie sehr ich den Advent und Weihnachten liebe. Andererseits freue ich mich aber auch richtig auf den Frühling. Wenn dann frische Blumen im Zimmer stehen, und fröhliche Haserln mich anlachen.

 

Am Nachmittag unternahm ich dann einen schönen Ausflug mit meiner Schwester und meinem Neffen. Wir packten uns warm ein und machten einen herrlichen Spaziergang im Lainzer Tiergarten. Kalte Luft lies unsere Wangen und Nasenspitzen rotanlaufen, wir atmeten die klare Luft ein und genossen den Nebel.

Neffe war ganz entzückt von den schlammigen Wiesen, dem Schotter, den vielen Bäumen und natürlich dem Damwild und den Mufflons, welche wir gesehen haben.

Ich habe diese Stunden sehr genossen und bin so begeistert, wie tüchtig, neugierig und aufmerksam der Bub ist. Es ist ein Geschenk ihm beim Großwerden zu beobachten und daran Teil zu haben.

Nun trinke ich heißen Tee, Katzi schläft zusammengerollt auf dem Sofa (huch, da liegen ja noch die Weihnachtspölster) und höre der Uhr beim Ticken zu.

 

 

 

Ein mögliches Leben

Was wäre, wenn Franz damals entschieden hätte, zurück nach Amerika zu gehen?

Er würde dann wohl nicht  mit seinem Enkelsohn im Flugzeug sitzen um eine ganz spezielle Reise zu machen.

 

Hannes Köhler erzählt in seinem Roman „Ein mögliches Leben“ von einem alten Herrn, der mit seinem Enkelsohn nach Amerika fliegt. Nein, nicht um Urlaub zu machen, denn so nah sind sich die beiden nicht.  Franz fliegt mit seinem Enkelsohn deswegen nach Amerika, um ihm seine Geschichte als deutscher Kriegsgefangener, im Jahr 1944, in Texas zu erzählen.

Auf ihrer Reise besuchen sie das alte Lager „Camp Hearne“, welches nur noch in Ruinen vom damaligen Barackenlager vorzufinden ist, die alte Baumwollplantage und weiter Stationen seiner Kriegsgefangenschaft.

Womit Franz nicht rechnet ist, dass ihm, hier, am Ort des Geschehens, die Begegnungen  spürbar lebendig werden und er erst jetzt wirklich begreift, wie ihm diese Zeit geprägt, verändert und welches Leben er hätte leben können, wenn alles anders gekommen wäre.

Diese fiktive Geschichte eines Mannes, der für sein Land gekämpft, in Frankreich von Amerikanern gefangen genommen und nach Texas in ein Kriegsgefangenenlager gebracht worden ist, erzählt nicht einfach nur die Geschichte eines jungen Soldaten. Nein, sie erzählt die Geschichte eines jungen deutschen Soldaten, der bereit war für sein Vaterland zu kämpfen. Dieser Roman zeigt die Geschehnisse des 2. Weltkrieges aus der Sicht eines Deutschen. Sonst liest man die Schicksale von Menschen die, durch die Deutschen litten und flohen.

Ich fand es ausgesprochen interessant und auch wichtig, die andere Seite zu sehen. Diese Männer in Texas, denen es bei den Amerikanern recht gut ging, hofften jeden Tag auf den Sieg Deutschlands/Hitlers, sie gingen für ihr Vaterland an die Front, waren bereit für ihre Heimat zu kämpfen. Manche konnten nicht tatenlos zusehen und Karten spielen, während ihre Kameraden in Europa kämpften.

Letztendlich, waren dies alle Männer, die den Willen hatten, für ihre Heimat zu kämpfen.

 

Buchdaten:

Titel: Ein mögliches Leben

Autor: Hannes Köhler

Verlag: ullstein