Goldenes Licht

Ich kann mich einfach nicht sattgenug sehen an diesem Herbst! An diesen Farben, dem goldenen Licht, der Schönheit, der klaren Luft….

Am Sonntag machten meine Eltern, Farmor und ich einen Ausflug zum Gut Gasteil, ein kleines Juwel in den Bergen. Das Ehepaar Seidl kaufte dieses Gut vor einigen Jahren und stellt Statuen und Keramik her und stellt diese, sowie wunderschöne Gemälde in ihrer Galerie aus.

Nachdem wir die Schafe begrüßten, eine kleine Runde durch die Ausstellung machten, genossen wir bei strahlendem Sonnenschein eine kalte Käse/Fleischplatte, Birnen/Apfelmost, Grünzeug, die Stille und Gemeinschaft.

Farmor war oft mit Opa dort, wir saßen an ihrem üblichen Tisch und ich konnte so sehr spüren, dass Opa uns aus dem Himmel beobachtete und lächelte.

 

Advertisements

Verantwortung

Hannah, eine junge, talentierte Frau erfährt, dass sie adoptiert wurde. Nach diesem ersten Schock, wird ihr auch noch gesagt, dass ihre leibliche Mutter eine Abtreibung vollziehen wollte.

Die junge Frau hatte schon ihr ganzen Leben gespürt, dass etwas fehlte, sie hatte so viele Fragen, fühlte sich allein, war körperlich nicht ganz fit und wurde von Alpträumen heimgesucht. Da kommt diese Nachricht noch dazu und Hannah weiß nicht mehr was sie tun soll.

Sie fühlt sich verraten und belogen. Ihre Adoptiveltern zogen sie auf, liebten sie von der ersten Sekunde an. Doch diese Geborgenheit und dieses Vertrauen wird nun erschüttert.

Gemeinsam macht sich nun Hannah auf, um nach ihrer leiblichen Mutter zu suchen und Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

 

Diese Geschichte erzählt von Vertrauen, unerschütterliche Liebe, Hoffnung, Glauben an sich und Verantwortung, sein Leben in die Hand zu nehmen, die Flügel auszubreiten und erwachsen zu werden.

Dieser Roman erzählt eine tiefbewegende Geschichte einer jungen Frau, nein vielen Menschen, die ihre eigene Abtreibung überlebt haben und ihr Leben als Geschenk annehmen konnten. – Den Lebenswillen und Verantwortung bekommen haben.

 

Buchdaten:

Titel: OctoberBaby

Autoren: Eric Wilson, Theresa Preston

Verlag: Brunnen

Unvorstellbar und doch so real

Heute möchte ich euch ein sehr bewegendes und aufrührendes (sagt man das so?) Buch vorstellen.

Ich habe bis jetzt wenig Biografien gelesen. Diese war grandios, wahrheitsgetreu, berührend, bewegend, aufgebaut wie ein „ganz normaler“ Roman.

Dieses Buch handelt von einem Mann, der einen Lebensweg hinter sich hat, den man (vorwiegend junge Leute) sich gar nicht vorstellen kann.

 

Am 26. Januar 1917, wird Loui Zamperini in den USA geboren. Schon bald erkennen seine Eltern, dass er zu einem rebellischen Jugendlichen heranwächst. Grenzen bedeuten für ihn nichts. Rauferein nimmt er ohne zu zucken entgegen.

Als seine Eltern nicht mehr wissen, wo sie ansetzen sollen, nimmt sich Pete, sein älterer Bruder, seiner an. Loui rennt schneller als der Blitz und gemeinsam mit Pete fängt er an für Wettbewerbe zu trainieren. Er knackt den Rekord an seiner Schule und qualifiziert sich für die Olympischen Sommerspiele 1936. Die Erfolge des jungen Leichtathleten sind nicht zu stoppen, bis die Japaner Pearl Harbour angreifen und Loui als Bombenschütze einberufen wird, um im Pazifischen Ozean für Land und Heimat zu kämpfen.

Hier beginnt eine Reise, die er sich wohl nicht vorzustellen wagte.

Hartes Kriegstraining, Freundschaften mit Soldaten, Kämpfe, weit weg von seiner Familie.

Als eine Flugbesatzung bei einem Rettungseinsatz spurlos verschwindet, müssen Loui, der Pilot und sein bester Freund Phil und andere Crewmitglieder los, um ihre Kumpanen zu suchen. In einem schlecht ausgerüsteten Flugzeug geht die Suchaktion los. Durch den schlechten Zustand der Maschine, kommt es zu Turbulenzen und sie stürzen ab. Mitten auf dem Ozean. Von 10 Soldaten überleben drei diesen Absturz. Phil, Loui und Mac.

47 Tage lang treiben sie auf dem Meer, sind Haiangriffen, Hunger, Durst und Hitze ausgesetzt, bis sie von japanischen Besatzungsmitgliedern „gerettet“ werden.

Zuhause in Amerika bangen die Familien täglich um ihre Söhne, Verlobten, Ehemänner.

Was Loui und seine Freunde in den japanischen Gefangenenlagern erlebten, wagt man gar nicht zu glauben. Gewalt, Hierarchie, Hass…Bis heute spricht kein Japaner gerne über dieses dunkle Thema ihrer Geschichte.

Loui Zamperini kämpft jeden Tag um sein Leben, um seine Würde.

Es ist eine Geschichte übers nackte Überleben, Mut, Würde und Vergebung.

 

Lauren Hillenbrand  sammelte über 7 Jahre lang Notizen, Fotos, Dokumente, Aufzeichnungen, Interviews, Fakten, Daten. Zwischen ihr und Zamperini entwickelte sich eine Freundschaft. Sie meint, „Ich kenne Loui besser als mich selbst.“

Ich bin beeindruckt, wie viel Arbeit hinter diesem Buch steht. Wie viel Emotionen und Gefühle sich zwischen den Zeilen befinden.

Doch am meisten beeindruckt mich die Stärke und der Mut von Loui. Ich bin zutiefst schockiert zu welch Grausamkeiten Menschen fähig sind. Es heißt, die Japaner im 2. Weltkrieg viel grausamer und härter waren als Hitler selbst.

Ich habe großen Respekt für all die Männer, die im 2. Weltkrieg für Land und Heimat gekämpft haben. Ich bewundere diejenigen, die es geschafft, nach all diesem Leid wieder ein „normales“ Leben gefunden haben, was nicht viele haben.

Ich bewundere Loui, der 2014 starb, der die Hoffnung nicht aufgab, der einen so sturen Kopf und Willen hatte und am Ende seinen Stolz überwunden und sein Herz für Jesus geöffnet hat. Seinen Peinigern vergeben konnte! Für seinen Einsatz auch nach dem Krieg noch.

Dieses Buch ist wirklich zum Empfehlen! 2015 kam ein gleichnamiger Film heraus „Unbroken – Überleben. Mut. Vergebung.“

 

„Auf Kwajalein aber versuchten die Wachen mit allen Mitteln, ihnen das eine zu nehmen, das ihnen im Gegensatz zu allem anderen, was sie verloren hatten, erhalten geblieben war: ihre Würde. Die Selbstachtung, das Selbstwertgefühl, dieser der Seele nächste, innerste Schutzschirm, macht das Herz des Menschseins aus.“

 

Daten zum Buch:

Buchtitel: Unbroken 

Autorin: Lauren Hillenbrand

Verlag: SCM