Die Kunst der Zuversicht

…der charmante, einfühlsame und sehr ruhige Psychiater Hector ist wieder auf großer Reise. Diesmal um den Sinn des Lebens zu finden.

Aber vor allem, um herauszufinden, wie es um seine Ehe mit seiner Frau Clara steht.

François Lelord hat die Gabe, Lebensweisheiten in eine zauberhafte Geschichte zu verpacken und dieser Leichtigkeit zu verpassen.

 

Mir hat diese Geschichte nicht so gefallen, wie die vorigen. Ich finde, dass der übliche Pepp fehlte und auch die einzelnen Kapitel nicht so flüssig ineinander gingen. Auch war ich ein wenig enttäuscht, dass der eigentliche Grund, ob die Ehe noch besteht wenig Beachtung bekam, sondern erst gegen Ende sich die Geschichte wieder darum dreht.

Nichts desto trotz ist dieses Buch ein feiner Roman fürs Zwischendurch 🙂

 

Daten zum Buch:

Titel: Die Kunst der Zuversicht

Autor: François Lelord 

Verlag: Piper

 

 

Zauber

Nachdem ich bei einer Lesung, der Autorin Frau Beate Maxian unseren Büchertisch betreut habe, kam ich in den Genuss Auszüge ihres neuen Kriminalromans „Mord im Hotel Sacher“ zu hören.

Ich war ganz fasziniert von ihrer erzählerischen Gabe und fühlte mich mitten im Geschehen der Handlung.

Meine Schwester ist ein großer Fan ihrer Werke und nach diesen Abend beschloss ich, nun auch eines ihrer vielen Bücher zu lesen. Ein Krimi wurde es nicht, aber einer ihrer Romane. Die Autorin schreibt nicht nur spannende Krimis, sondern auch herzerwärmende Romane. Das, was die beiden Genres verbindet, sind die historischen Hintergründe und ihre detaillierten Recherchen.

 

„Das Geheimnis der letzten Schäferin“ ist eine Hommage an das Land- und Bauernleben, die Schäferei, österreichische und bayrische Küche. Die Familie steht in diesem Roman im Vordergrund.

Die Protagonistinnen lernen ihre Wurzeln zu verstehen, aber auch ihren eigenen Weg zu gehen.

 

Ein Buch für alle, die sich verzaubern lassen wollen.

Zusammen

Wir sind in dem Zelt, in dem wir immer zusammen am See übernachtet haben, Opa, weißt du noch? Wenn du dir die Schnur ums Handgelenk machst, dann hältst du den Ballon fest, wenn du einschläfst. Und wenn du irgendwann Angst bekommst, musst du nur an der Schnur ziehen, dann hole ich dich zurück. Jedes Mal.

 

Fredrik Backman hat die Gabe, ernste, traurige und tiefsinnige Themen in eine aufbauende, leichte, schöne und gefühlvolle Geschichte zu verpacken.

Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger ist eine herzerwärmende Novelle über eine berührende Großvater-Enkel-Beziehung.

Eine kleine Hommage an die Familie.

 

Daten zum Buch:

Titel: Und jeden Tag wird der Weg nach Hause länger und länger

Autor: Fredrik Backman

Verlag: Fischer/Krüger

 

Leseblockade

Ja, man hält es nicht für möglich, aber auch Buchhändler können mal eine Leseblockade haben.

Ich stecke gerade mittendrin. Es fehlt mir jegliche Motivation und Freude, ein Buch in die Hand zu nehmen; auch bei dünnen! Vielleicht liegt es an der Hitze, vielleicht an dem Drumherum.

Und manchmal lese ich dann drei Bücher innerhalb zwei Wochen…also handelt es sich hier wirklich nur um eine ganz gewöhnliche „Leseunlust“ 🙂

Was heißt das nun für euch?

Ihr müsst ein bisschen warten, bis die nächste Empfehlung kommt.

 

 

Alles unter einem Hut

Kann eine Frau Karriere und Familie unter einen Hut packen und dabei auch noch stark, selbstbewusst und glücklich sein?

 

Iris Schiffer steht kurz vor ihrem großen musikalischen Durchbruch: Sie ist erfolgreiche Sängerin an der Wiener Staatsoper, hat einen vollen Terminkalender und ein hervorragendes Privatleben.

 

Andrea Grill schrieb mit ihrem Roman ein Portrait einer Frau der heutigen Zeit zwischen Karriere, Gesellschaftserwartungen, Privatleben und Schwangerschaft und dem Wunsch all dies miteinander zu vereinbaren zu können und dabei glücklich und zufrieden zu sein.

 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mir bis zum Ende nicht sicher war, ob ich die Geschichte mag. Es war durchaus ein interessantes Thema, gut geschrieben und vor allem zeigt die Autorin, dass es schon möglich ist, als Frau Karriere und Privatleben miteinander zu vereinbaren und dabei selbstbewusst und stark zu sein.

Mit den moralischen Aspekten konnte ich mich nicht so anfreunden: Die Hauptperson führt zwei Beziehungen, davon eine mit einem verheirateten Mann und bis zum 7. Schwangerschaftsmonat wissen auch weder ihre Kollegen noch der Vorstand der Salzburger Festspiele, dass sie schwanger ist.

Ja, sie ist nicht verpflichtet etwas zu sagen, aber wenn es um ihre Sicherheit und die des Kindes geht und sie Bühnendarstellerin ist, bin ich der Meinung, dass sie ihre unmittelbaren Vorgesetzten in Kenntnis setzen muss.

Ungewiss bleibt auch, wer der Vater des Kindes ist. Somit überlässt die Autorin ihren Lesern über diese Frage zu urteilen.

 

Trotz all dem ist es ein guter Roman, der zeigt, dass man als Frau in der karrieresüchtigen Welt und all den Gesellschaftserwartungen ihren eigenen Weg finden kann, der gut für sie ist.

 

Daten zum Buch:

Titel: Cherubino

Autorin: Andrea Grill

Verlag: Zsolnay

 

 

 

 

 

Fein und doch tiefgehend

Ich habe gerade einen ganz feinen Roman in den Händen. Und eigentlich ist er noch nicht ausgelesen, aber ich muss einfach jetzt schon davon erzählen.

 

Wir sitzen mit einem Mann Mitte 50 in einer kleinen feinen Waldhütte an einem See. Es ist April und die Abende noch angenehm frisch. Wir wissen seinen Namen nicht, aber das macht nichts. Er schreibt in das Hüttenbuch, welches seit Beginn an in diesem Märchenhaus, wie er es mit seiner Frau getauft hat, liegt. Er schreibt die Seiten voll mit Gedanken über das Kennenlernen und die Abenteuer mit seiner Frau; den Hauskauf und die vielen Sommer mit seiner Familie.

Aber er schreibt auch über seine Krankheit und wie diese immer mehr Präsenz in seinem Leben und Alltag einnimmt.

Er ist dabei Abschied zu nehmen.

Wird er dies tun? Oder nicht? Gibt es vielleicht sogar ein offenes Ende?

Tja, um dies zu erfahren, muss ich noch 20 Seiten lesen; aber ich bin für alle drei Optionen offen.

Eines kann jedoch jetzt schon sagen! Ich mag diese Geschichte. Sie ist so offen, so hemmungslos, so fein und liebevoll geschrieben.

 

Jostein Gaarder hat eine ganz feinfühlige Sprache, wodurch er der eigentlich tragischen Geschichte, eine besondere Leichtigkeit verleiht.

 

Daten zum Buch:

Titel: Genau richtig – Die kurze Geschichte einer langen Nacht

Autor: Jostein Gaarder

Verlag: Hanser

 

Wettergespräche

Falls es noch niemandem aufgefallen sein sollte…wir haben Sommer! Und wenn Sommer ist, dann steigen die Temperaturen in die Höhe. Früher freuten wir uns, wenn das Thermometer die 30° C knackte; heute holen wir die Strickjacken raus, weil es einen TemperaturSTURZ von 40 auf 30 hat. Mir persönlich reichen ja 25 °C!

Andererseits beklagen wir uns aber auch, dass es ja so heiß ist, wir schwitzen, die Blumen ihre Köpfe hängen lassen und die Wiesen staubig und verbrannt sind. Aber wir wollen ja einen heißen Sommer, damit wir schön braun werden und viel Eis essen können.

Wenn es dann Winter ist, ist es zu kalt, und wir wollen wieder Sommer haben, aber auch duftigen Schnee für ein romantisches Weihnachten und den Skiurlaub.

 

Ja die Sache mit dem Wetter! Ja mir ist auch heiß und ja mir geht das Schwitzen auch auf die Nerven, aber so ist eben. Das ist der Sommer. Ich liebe Spaziergänge zum Eisgeschäft, den abendlichen Sprung ins kühle Seewasser, die langen Leseabende auf meinem Balkon und den Duft von Sonnencreme.

Also liebe Leute! Freut euch über den Sommer, esst viel Eis, geht zum Heurigen, geht schwimmen und trinkt schön brav viel Wasser mit Zitrone!!

 

Schönen Sommer euch 🙂

 

 

Urlaub am Land

Ich habe diese Tage einen ganz feinen Roman ausgelesen.

Jane Gardam erzählt eine Geschichte über Freundschaft, Familie, Gemeinschaft und das Leben am Land.

Jedes Jahr fährt eine Londoner Familie in ein idyllisches Dorf um dort Urlaub zu machen. Harry, der jüngste Spross, freundet sich mit dem Sohn des Nachbarbauern an. Gemeinsam erleben sie das eine oder andere Abenteuer und es wird bald klar, dass diese Freundschaft für immer halten wird. Auch Harry’s Eltern gewöhnen sich an das doch eher anspruchsvollere aber doch schöne Landleben.

Locker, frisch, amüsant und herzlich! Der perfekte Roman für heiße Sommertage.

 

Daten zum Buch:

Titel: Bell und Harry

Autorin: Jane Gardam

Verlag: Hanser

 

Volles Herz

Wie fängt man an? Welche Worte sind die richtigen?

…um von meinem diesjährigen Sommerurlaub zu erzählen, der ganz anders war als sonst; der so erfüllend und berreichernd war; mich Neues gelehrt und mich mit vollem Herzen und tränenden Augen nach hause geschickt hat?

 

Meinen diesjährigen Sommerurlaub verbrachte ich in den USA bei/mit meiner Schwester und ihrem Ehemann. Schon Wochen/Monate davor konnte ich mich vor Aufregung nicht halten. Denn vor mir stand kein gewöhnlicher Urlaub. Ich hatte mich dazu entschlossen, bei einem Family Retreat von Joni & Friends, als STM (Short Term Missionary) teilzunehmen – zu dienen. Es sollte mein erster Einsatz in diesem Bereich sein. Ich war so voller Vorfreude, meine Zeit, meine Ressourcen, meine Liebe, meine Energie, meinen Glauben von Gott verwenden zu lassen.

Eine kurze Beschreibung für alle, die Joni&Friends nicht kennen. J&F ist eine christliche Organisiation in den USA, die von Joni Eareckson Tada 1979 gegründet wurde. Joni ist Tetraplegikerin, nachdem sie bei einem Badeunfall, in jungen Jahren, schwerverletzt wurde. Doch dies hinderte sie nicht, hoffnungsvoll Gott zu vertrauen und sich von ihm leiten zu lassen. Family Retreat gibt Familien mit Kindern mit Behinderung, eine Woche Urlaub zu machen. Raus aus dem oft schwerfälligen Alltag zu kommen und im Glauben auftanken zu können.

Ich war im Musikteam eingeteilt und durfte unglaublich schönen und gesegneten Lobpreis machen. In der Früh mit allen Teilnehmern und danach mit den Kindern, die in Altersgruppen eingeteilt waren. Oh welche Berreicherung und welcher Segen das für mich selbst war! Ja, ich war mega nervös! Die ganze Woche englisch sprechen, Kulturschock, schwüles und heißes Wetter (wir waren in Alabama!!!), kalte Luft durch die Klimaanlage in den Räumen, Glaubensherausforderungen, vier Stunden am Tag singen und dies 4 Tage lang! Aber Christus hat mich durch diese Woche getragen. Jeden Morgen sagte ich ihm: „Herr, ich mach den Mund auf und du musst singen! Ich kann das nicht ohne dich!“

Ich durfte diese Woche so viel geben! Hände, Füße, Ohren, Augen, Mund für die Camper, Familien sein. Aber ich bekam so viel mehr zurück! Mein Herz ist so voll! Ich bin so dankbar und auch stolz, dass ich mich für diese Reise entschieden habe! Danke Lisa, dass du letztes Jahr voller Liebe und Begeisterung von dieser Woche erzählt und mir dies ans Herz gelegt hast!

Ich durfte so viel lernen! Und damit meine ich nicht nur mein Englisch aufbessern! 😉 Jeden Tag neu JEsus um seine Führung bitten, respektvoll und wertschätzend mit Menschen mit Behinderung umgehen; die Person und nicht die Behinderung sehen; das Evangelium durch Singen und Dienen ihnen ans Herz legen; für sie da zu sein; sie als Kinder Gottes sehen; als wertvoll und Berreicherung!

Als ich mit den Kleinsten sang und tanzte und Gott lobte, strahlte mein Herz und es floss so viel Liebe; da sah ich, was ich will. Genau das! Mein Leben voll und ganz dem Dienst hingeben. Mit Kindern singen und tanzen; ihnen zu dienen. Jesus hat mich in dieser Woche so verändert und mir etwas ganz wichtiges ins Herz gepflanzt;

Gleich am zweiten Tag sagte eine Mitbewohnerin zu mir, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder kommen soll. Ich dachte nur „jetzt mach ich mal diese Woche; schön langsam“ Am vierten Tag wollte ich schon nicht mehr nach hause und hatte bei dem Gedanken Tränen in den Augen.

Der Leitvers der Woche war Joh. 14.6 „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn nur durch mich!“ Das Musikteam entschied sich für ein Wochenlied „One Way“ von Hillsong United. Eine Textzeile lautet „One way, Jesus, you are the only way that I could live for.“ Jeden Tag mehr, festigten sich diese Worte in meinem Herzen und am letzten Tag, beim letzten gemeinsamen Lobpreis, sang der ganze Saal so laut und voller Liebe für den Herrn, dass ich zitterte. Es fühlte sich so heilig und herrlich an und ich festigte mein JA zu Jesus, zum Leben für ihn.

Und ja, dann verabschiedete ich mich mit Tränen in den Augen und dem Versprechen (auch zu mir) wieder zu kommen.

Es war so unglaublich zu sehen, wie Jesus diese Woche gewirkt hat. Wie sehr die Eltern ihre Kinder lieben. Was möglich ist, wenn man jeden Tag neu JA zu Jesus sagt.

Und ich möchte davon nicht mehr weg!

Als meine Chefin mich vor meinem Urlaub verabschiedet hat, sagte sie folgendes zu mir: „Hab eine gute Zeit! Und verlier dein Herz nicht in Amerika!“ Sie meinte natürlich an einen Mann.

Ich habe mein Herz verloren! An einen wunderbaren Ort, an ganz besondere Menschen, an einen großartigen Dienst. Und die Sehnsucht dorthin zurückzugehen tut so weh und die Tränen kullern. Und dafür bin ich Jesus so unendlich dankbar, weil er all dies möglich machte, in mir etwas bewegt und mir die Augen noch weiter für seine Welt und mir die Tür zu einem weiteren Abenteuer geöffnet hat. Ja, das Hochgefühl von vor zwei Wochen ist leichter geworden, aber das, was ich erlebt habe, das wovon mein Herz voll ist, bleibt für immer.

 

Nach dem Camp fuhren Lisa und ich über Savannah und Beaufort nach Charleston um mit ihren Mann und Schwiegereltern Erholungsurlaub zu machen. Leute ich kann gar nciht in Worte fassen, wie schön es war! So schön! Das Meer, die Gemeinschaft, die Ausflüge, die Gespräche. Lisa und ich wollten uns ständig umarmen, um uns zu vergewissern, das wir nicht träumen! 🙂 Aber es war zu heiß! 50 ° C exkl. Luftfeuchtigkeit. South Carolina ist noch heißer als Alabama.

Während ich so am Meer entlang spazierte, dachte ich mir „hier könnte ich bleiben.“ Ich wurde leichter, entspannter, aber auch nervös, weil ich nicht wusste, wie es sein wird, wenn ich wieder nach hause komme. Bevor ich mich auf die Reise begab, fühlte ich mich eingeengt, bekam keine Luft, ich war ruhelos. Wie geht mein Weg weiter? Bleibe ich in der Buchhandlung? Wie lange? Oder hat Gott etwas anderes mit mir vor?

Am Meer, an einem anderen Ort als zu hause, kann man wunderbar loslassen! 🙂 Der Herr wird’s schon führen! Und dies tut er! Der Weg ist nicht mehr ungewiss! Der Herr hat mein Herz erfüllt und der Plan liegt vor mir ausgebreitet. Ich muss nur den ersten Schritt setzen…..

 

IMG_20190701_231208_942

…Jesus!

Gut bayrisch, Poldi

Ja, die Poldi ermittelt wieder.

Eigentlich wollte sie sich  in Sizilien mit reichlich viel Alkoholdie Kante geben; aber da fällt eine Leiche vom Vatikanischen Kirchturm. Als auch noch der Papst höchst persönlich um ihre Hilfe bittet, ist es um sie geschehen.

 

Mit reichlich bayrischen Temperament, Spannung und Krawall stürzt sich unser Lieblingsermittlerin in ihren vierten Fall. Wird es diesmal ihr letzter sein?

 

Daten zum Buch:

Titel: Tante Poldi und die schwarze Madonna

Autor: Mario Giordano

Verlag: Bastei Lübbe