Hochspannung

Für gewöhnlich lese ich keine Krimis. Ich finde, dass es einfach schon so zu viel Leid in dieser Welt gibt, da muss ich auch nicht noch Kriminalromane lesen.

Bei Viveca Sten mache ich DIE Ausnahme. Vor ca. knapp zwei Jahren fingen meine Schwester und ich mit der schwedischen Krimiserie. Und sind beide total hineingezogen worden. Und auch unsere Farmor ist eine begeisterte Sten-Anhängerin geworden. Kaum ist ein „Thomas-Andreasson-Fall“ beendet, warteten wir schon sehnsüchtig auf den nächsten.

So auch auf „Flucht in die Schären„, der 9. Fall vom schnittigen und ehrgeizigen Kriminalkommissar Thomas Andreasson, wo wir alle schon beim 7. Fall dachten, er hört auf – Viveca Sten lässt ihn aufhören. Aber dem war nicht so; und so fieberten wir seit April auf das Erscheinungsdatum von diesem 9. Fall.

 

Nora Linde, Chefanklägerin für Wirtschaftsdelikte, ermittelt in, für sie, einem der größten und schwierigsten Steuerbetrugs. Andreis Kovac wird nicht nur Steuerhinterziehung vorgeworfen, sondern auch Drogenhandel. Als auch noch seine Frau schwer misshandelt wird, diese Tat streiten beide ab, sie aus Furcht vor ihrem gebieterischen Mann, wird es eng für ihn. Nora verhilft der jungen Mutter zur Flucht in ein geschütztes Frauenhaus. Als Andreis herausbekommt, dass seine Frau nicht mehr im Krankenhaus, sondern mitsamt Baby geflohen ist, spitzt sich die Situation noch mehr zu.

Um dem Grauen ein Ende zu bereiten und den Angeklagten hinter Gitter bringen zu können, brauchen nicht nur Nora und ihr Team vom Steuerbetrug, sondern auch Thomas und seine Leute dingfeste Beweise.

Aber wer traut sich schon gegen einen brutalen und mächtigen Mann, wie Andreis Kovac auszusagen?…

 

Viveca Sten schafft es jedes Mal, den Leser in Hochspannung zu versetzen. Von jeder Seite zur nächsten, spitzt sich die Geschichte zu um dafür zu sorgen, das Buch nicht aus der Hand legen zu können!

 

Daten zum Buch:

Titel: Flucht in die Schären

Autorin: Viveca Sten

Verlag: Kiepenheuer & Witsch

 

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Von Luftschlössern und Spielzeugsoldaten

Eine Welt a la „Der Nussknackerprinz“, „Mr Magoriums Wunderladen“ und „Mary Poppins“, verbirgt sich hinter den Türen von „Papa Jacks Emporium“.

„Papa Jacks Emporium“ ist kein gewöhnlicher Spielzeugladen. Nein! Es ist eine Wunderwelt, in der Spielzeugsoldaten salutieren, eine kleine Dampflok ihre Passagiere durch die verzaubernden Gänge fährt, Schaukelpferde Kunststücke machen und geheimnisvolle Holztruhen die herrlichsten Verstecke bieten.

Es scheint, als wäre das Emporium der schönste aller Orte. Doch auch hier muss eine Familie ihren Zusammenhalt beweisen. Auch hier gibt es Rivalitäten; welcher der bessere Spielzeughersteller und Erfinder ist.

Wie wunderbar es da scheint, einfach in eine Holztruhe zu steigen und sich seine eigene zauberhafte kleine Welt zu erschaffen….

 

„Die kleinen Wunder von Mayfair“ hat mich schon nach den ersten fünf Seiten für sich gewonnen. Sofort war ich mittendrin, in dieser zauberhaften Welt und hätte es gar nicht so ungewöhnlich gefunden, wenn auch noch der Nussknackerprinz vorbei geschaut hätte!

 

Verzaubernd, geheimnisvoll und einfach schön, erzählt dieser Roman von der Fähigkeit der Spielzeuge Frieden zu stiften, Wunder zu wirken und die Welt um einen herum für einen Augenblick zu vergessen.

 

„Wir alle waren einmal Kinder, egal, wer wir als Erwachsene sind oder was wir getan haben, wir waren alle KInder, die schon glücklich waren, wenn sie einen Ball gegen eine wAnd werfen konnten“ Jekab Godman – Papa Jacks Emporium

 

Daten zum Buch:

Titel: Die kleinen Wunder von Mayfair

Autor: Robert Dinsdale

Verlag: KNAUR

Überraschung – damit habe ich nicht gerechnet

Wie ist das, an Gott zu glauben?

Wie ist das, sein Leben Jesus in die Hände zu geben und sich von ihm leiten zu lassen?

Und das, von einer Sekunde auf die andere!

 

Die Autorin von „Die Frau, die nicht an Gott glaubte und Jesus traf“ geht diesen Fragen auf den Grund. Sie glaubte nicht an einen Gott. Doch als ihr Jesus in einer kleinen Kapelle in Spanien begegnet, werden ihre Sichtweisen, ihre Emotionen, ihre Welt durcheinander gebracht. Vorerst. Doch mit der Zeit, geht sie diesen Gefühlen und vor allem dem Glauben an Jesus auf den Grund. Sie kauft sich Literatur und liest, sie geht in die Kirche, sie betet, sie interviewt gläubige Menschen, auch die dänische Königin, sie befragt Pfarrer, Theologen. Sie bekommt auch Antworten auf ihre Frage. Aber letztendlich, ist es eine Entscheidung des Herzens, ob man sein Leben mit Jesus geht und ihm seine Herzenstür für ihn öffnet.

 

Mich hat die Geschichte der Autorin sehr berührt und manch Ansatz auch meinen Glauben gestärkt.

 

Daten zum Buch:

Titel: Die Frau, die nicht an Gott glaubte und Jesus fand.

Autorin: Charlotte Rørth

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Einmal alles bitte

Leute, wisst ihr wie schwer es ist, wenn man ein Buch liest, dessen Handlung in einem kleinen Städtchen in Cornwall spielt und dessen Hauptcharakter in einem Leuchtturm wohnt und eine Bäckerei besitzt? Super schwer!! Denn das ist auch meine großer Traum (also eine Bäckerei/Kaffeehaus zu führen). Und nach Cornwall mag ich auch einmal – und das nicht wegen der Rosemunde Pilcher Filme 😉 in einem Leuchtturm stelle ich es mir sehr, naja nciht so kuschlig vor.

Aber nun zum Roman, den ich euch ja eigentlich vorstellen möchte.

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ ist der zweite Teil der „Bäckerei-Trilogie“ von Jenny Colgan. Und wie auch die anderen einfach himmlisch und herzig und romantisch und einfach nur schön! Polly bezaubert auch diesmal wieder mit ihrer frechen, mutigen und fröhlichen Art. Wieder an ihrer Seite ihr schnittige Freund und der Papageientaucher Neil.

Diesmal wird es auch ein wenig spannend, weil Polly um ihre Existenz fürchten muss, kein herrlicher Duft nach Brot und Kuchen mehr durch die GAssen weht, Mr. America-Dreamboy für einige Zeit wegzieht und Polly einsehen muss, dass Neil kein Haustier ist.

Und überhaupt und außerdem…

Mehr möchte ich euch gar nicht verraten! Unbedingt lesen! Dieser Roman lädt zum Träumen ein…mit einem frischen Scone und einer TAsse Kaffee auf der Hafenmauer sitzen und der Sonne beim Aufgehen zusehen. Salzgeruch in der Nase, eine leichte Brise, während die Butter auf dem Gebäck schmilzt….

 

🙂

 

Daten zum Buch:

Titel: Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Autorin: Jenny Colgan

Verlag: PIPER

Ein Familienroman mit einer Prise Zimt

Heute stelle ich euch einen sehr schönen und berührenden Roman vor. Wenn ich mir ein Buch aussuche, lasse ich mich vor allem durch den Titel ansprechen. Nicht immer, ist die Geschichte dann gut, aber dies kommt nicht so oft vor.

„Als die Tage nach Zimt schmeckten“ hat mein Interesse sofort geweckt.

Wir sind in Teheran, einer Stadt im Iran, im Cafe Leila, in dem schon seit Generationen das beste Essen weit und breit gekocht wird. Hier werden die Zutaten mit Bedacht ausgewählt und mit viel Liebe und Genuss zu Köstlichkeiten gemischt. Gemeinschaft und Familie wurde und wird immer noch groß geschrieben.

Als Noor  nach 30 Jahren wieder nach hause zu ihrem Papa Zod in das Cafe kommt, nimmt sie nicht nur ihre Tochter Lily, sondern auch einen Rucksack voll Sorgen mit. Nachdem auch noch Krebs bei Zod diagnostiziert wird, ist die Familienidylle gefährdet.

 

Ein Roman voll duftender persischer Köstlichkeiten und einer Familiengeschichte, wo Zusammenhalt und bedingungslose Annahme die Hauptrolle spielen.

 

Daten zum Buch:

Titel: Als die Tage nach Zimt schmeckten

Autorin: Donia Bijan

Verlag: ullstein

Flucht in die Freiheit

Mein Herz schlug gleich höher, als ich den neuen Roman von Luca Di Fulvio bei den Leseexemplaren stehen sah!

„Als das Leben unsere Träume fand“ ist eine Geschichte über drei junge Menschen, die mit dem gleichen Ziel die Reise nach Buenos Aires starten.

Drei junge Menschen, die ihr altes Leben hinter sich lassen und in die Freiheit fliehen wollen. Doch erwartet sie in Buenos Aires genauso ein hartes Leben, wie in ihrer Heimat. In dieser großen Stadt ist die Kluft zwischen Arm und Reich so groß und das alltägliche Leben so herausfordernd, das nicht viel Hoffnung bleibt, ein besseres Leben leben zu können. Und doch schwindet die Hoffnung, dass Gerechtigkeit und Leben möglich sind und Träume war werden können, niemals.

Ein Roman, der auf brutale Weise zeigt, dass so etwas wie Gerechtigkeit oder Träume nicht wichtig zu sein scheinen. „Nur die Harten kommen in den Garten“. Und doch ist da ein Funken Hoffnung und Liebe, Treue zu seinen Träumen und der Leser lernt durch die Hauptcharaktere, dass es nicht unsinnig ist, für sein Recht zu kämpfen und einzustehen.

Auch diesen Fulvio-Roman verschlang ich. Doch muss ich auch ehrlich sagen, dass dieser fast noch brutaler war, als die vorigen. Fulvio ist seinem Schreibstil und seinen Hauptthemen (Hoffnung, Träume, Liebe und Gerechtigkeit) treu geblieben. Doch diesmal war es mir etwas zu theatralisch und brutal – was vor allem die Psyche betrifft.

Was mir aber einfach an seinen Romanen gefällt ist, dass er zwischen all dieser Brutalität und Dramatik, eine zarte Liebe keimen lässt. Die Liebe zwischen zwei Menschen und vor allem die LIebe zum Leben.

 

Daten zum Buch:

Titel: Als das Leben unsere Träume fand

Autor: Luca Di Fulvio

Verlag: BasteiLübbe

 

 

Kaffeegespräche

Ein russischer Pianist und ein wiener Schriftsteller.

Ein Kaffeehaus in Wien.

Gespräche über gelebte Leben, verpatzte Gelegenheiten, Klavierkonzerte, Lyrik und die Schönheit der Musik.

Ein schöner und amüsanter Roman mit einer Prise Tiefgang.

 

Daten zum Buch:

Titel: Selbstbild mit russischem Klavier

Autor: Wolf Wondratschek

Verlag: ullstein

 

Skurrile Familiensaga

Neapel ist Schauplatz einer skurrilen Familiensaga.

Wanda Marasco erzählt in ihrem Roman die Geschichte der jungen Frau Rosa, die die letzte Chance nutzen möchte, das Leben ihrer im sterben liegenden Mutter, zu verstehen und um so ihr nahe zu sein.

 

Trotz dieser skurrilen Geschichte und des gewöhnungsbedürftigen Schreibstils der Autorin, konnte ich den Roman nicht aus der Hand legen.

 

Daten zum Buch:

Titel: Am Hügel von Capodimonte

Autorin: Wanda Marasco

Verlag: Zsonlay

Zuhause sein

Was bedeuten eigentlich diese Wörter: Zuhause, Heimat, Familie?

Was machen diese Wörter aus?

Was benötigt man, um sich zuhause zu fühlen?

 

Manar ist 24 Jahre alt, als sie nach Jaffa reist, um den Ort zu sehen, an dem ihre Großeltern aufgewachsen sind. In ihrer Handtasche befinden sich, eingewickelt in Seidenpapier, Briefe, die ihr Großvater an seinen verstorbenen Schwager und besten Freund schrieb. Der Inhalt ist mehr als berührend. Atef, Manars Großvater, berichtet über vergangene Tage, über die Hochzeit mit seiner Frau Alia, ihre Kinder und Enkelkinder. Er schreibt über die Sehnsucht nach gemeinsamen Stunden und Gesprächen.

Als Manar vor dem orangenen Haus steht, in dem alles begann, wird ihr bewusst, was es heißt eine Familie und dadurch ein zuhause zu haben.

 

Der Roman „Häuser aus Sand“ handelt von einer Familie, die schon früh erlebt, was es heißt plötzlich alles hinter sich lassen zu müssen. Das gemütliche und noble Leben aufzugeben. In eine fremde Stadt ziehen und ein neues Leben aufbauen zu müssen. Hochzeiten, Geburten, Pubertät, Studium in anderen Städten der Welt, Streit und Krieg. Dies alles erleben die Familienmitglieder, stets mit der Ungewissenheit, was werden wird. Doch stets mit der Hoffnung auf Zusammenhalt und Gemeinschaft.

Hala Alyan erfuhr selbst, was es heißt, auf der Suche nach einem Ort zu sein, den man „mein Zuhause“ nennen kann. Die Lyrikerin verpackt in ihrem Roman ein wenig von ihrer eigenen Geschichte.

Schon von den ersten Seiten an, ein Interview mit der Autorin, war ich gefesselt und diese Begeisterung hielt bis zum Ende an.

Alyan zieht mit ihrem Roman den Leser/die Leserin in ihren Bann und macht im Laufe der Geschichte immer mehr klar, wie wertvoll die Familie, Gemeinschaft und der Ort, den man „mein Zuhause“ nennt, sind.

 

Daten zum Buch:

Titel: Häuser aus Sand

Autorin: Hala Alyan

Verlag: Dumont

Können Bücher Leben verändern?

Juliette, Immobilienmaklerin, lebt ein bescheidenes Leben. Zum Frühstück isst sie vier Krustenbrote, und keines mehr, dazu trinkt sie Tee. Danach fährt sie mit der 6er Linie in die Arbeit. In ihrer Tasche immer dabei, ein Buch. Während der Metrofahrt beobachtet sie die Menschen um sie herum. Touristen, Banker, Geschäftsleute, Mütter mit ihren Kindern, Schüler usw.

Also eigentlich, nichts besonderes.

Eines Tages „stolpert“ sie in das, vom Staub der Bücher eingehüllte, Büro von Soliman, der Bücher so sehr liebt, dass er es sich zur Aufgabe gemacht hat, diese geliebten Romane, Krimis, Erzählungen, Lexika… auf die Reise zu schicken. Denn er möchte, dass jeder die Chance bekommt, von einem Buch berührt und verändert zu werden.

Juliette wagt den Schritt und macht sich mit ihrer großen Tasche, vollgefüllt mit Büchern, auf den Weg. Sie macht sich Notizen, beobachtet und überlässt es ihrem Herzen, das richtige Buch der richtigen Person zu schenken.

 

Ich wurde schon oft von Büchern und dessen Inhalt verändert. Sei es auf der emotionalen oder praktischen Ebene. Ich ändere meine Sichtweise und Einstellung, denke anders über dies und das. Bin auf den Geschmack auf Kunst und Musik gekommen, andere Genres der Literatur.

Ich bin davon begeistert, was Bücher, sei es ein Krimi oder ein Roman, bewirken können und rate jedem dazu, zu lesen! Lesen ist etwas wunderbares und schönes!

 

Daten zum Buch:

Titel: Das Mädchen, das in der Metro las

Autorin: Christine Feret-Fleury

Verlag: Dumont