Anders als erwartet

Heute vor einem Jahr lag ich schlaftrunken und komplett fertig in meinem Krankenbett im Krankenhaus. Mein Arm fühlte sich ganz weit weg an und die Vollnarkose wirkte noch etwas nach.

Die Operation schien gut verlaufen zu sein, ich hatte die üblichen Schmerzen und hatte Tränen in den Augen, weil ich nicht fähig war, meine Suppe mit der linken Hand zu essen. Die Nacht verbrachte ich mit einem sehr leichten und unruhigen Schlaf (Schmerzen, schnarchende Mitbewohnerin), aber mit den Pflegern/innen hatte ich meinen Spaß.

Am nächsten Tag holte mich meine Schwester Lisa ab, die zu dieser Zeit schon im Ösiland war…die Hochzeit mit ihrem Mr D. stand vor der Tür.

TJa…bekocht werden, Haare gewaschen bekommen, … nach dieser angenehmen Ruhephase begann erst der eigentliche Schrecken. Meine Hand wurde einfach nicht Heil. Ich hatte Schmerzen und Beschwerden, konnte nicht arbeiten usw. Im Dezember kündigte ich dann schließlich und ja seit dem bin ich zuhause.

Heute sitze ich nun da, mein Traum von einer eigenen Konditorei wurde in die hinterste Schublade gelegt und ein Studium auf der Pädagogischen Hochschule steht vor der Tür – auf dem Plan. Täglich Übungen und wöchentlich Therapie, Kontrolltermine beim AMS, und hinundhergelaufe zur Krankenkasse…und das bei dieser Hitze ( 😦 )

Ich könnte jetzt dasitzen und mir vor lauter Selbstmitleid den Tag vermießen, aber das tue ich nicht. DAs möchte ich nicht machen. Denn davon habe ich nichts und ja, es ist eine sch… Situation, mit der ich(niemand) gerechnet hat, aber ich möchte das beste daraus machen, und ich weiß, dass Gott jeden einzelnen Tag für mich bereitet und mit mir erlebt und durchlebt und diese Situation für etwas besonderes verwendet…was…das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich in einigen Jahren zurückblicken werde, auf die Spur im Sand und wissen werde, warum Gott dies mit mir erlebt hat.

Außerdem freue ich mich schon richtig auf das Studium! Ich habe nämlich echt das Gefühl, dass ich noch etwas anderes machen und mich weiterentwickeln und weiterlernen möchte!! 🙂 🙂

 

p.s.: Und irgendwann werde ich dann Omas und Mamas beste Kuchen mit dem besten Kaffee servieren 🙂

Spuren im Sand

Margaret Fishback, 1964

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

 

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Ein Besuch mit Folgen

Meine Schwester war fünf Monate in Umeå ein Auslandssemester zu machen. Sie hat schon viel über ihren Blog, über Skype usw. von ihrem Aufenthalt berichtet, ihren Erlebnissen, Abenteuern, Emotionen, usw. Ich war schon sehr davon beeindruckt und vor allem stolz auf sie, dass sie diese Chance in einer anderen Stadt zu studieren, wahrgenommen hat. Über Midsommar (21. – 26. Juni) war ich sie besuchen. Zuerst musste ich absagen, weil ich den Flug nicht bezahlen konnte, doch dann sagten Pappa und Mama mir, dass sie mir sehr gerne den Flug zahlen möchten, damit ich einen Kurzurlaub machen, Maggans Leben in Umeå und Midsommar (mein ERSTES!!!) feiern kann. Vielen Dank Pappa und Mama für diese Möglichkeit!

Ja also da war ich dann 🙂 20 Grad Unterschied und ganz viel Regen! Während ich gefroren habe, lief meine SChwester mit offener und dünnen Jacke herum … naja Ösiwetter: 35 Grad und Umeå 15 Grad …. ähm ja….und dieser REgen! Eigentlich hatte ich Sonne bestellt! 🙂

Wir hatten eine wunderbare und gesegnete Zeit gemeinsam! Ich lernte ihre Freunde kennen, ihre Stadt, wir hatten Fika und Dinner und ganz viel Lachen!

Und am Freitag feierten wir Midsommar. Ich war so aufgeregt und so glücklich mein erstes richtiges Midsommar – also in Schweden – feiern zu können. Wir trafen uns mit Maggans Freunden im Gammlia, das ist ein großes Freiluftmuseum. Ab 11 Uhr konnte man sich Blumenkränze fürs Haar machen, es gab um 12 Uhr ein Konzert, der Midsommar-Baum wurde aufgestellt und es wurde getanzt, gegessen, getrunken, gelacht, wir genossen die Sonne – ja die schien!!!!  – es war einfach herrlich.

Um 16 Uhr waren Maggan und ich bei Freunden aus der Kirche eingeladen …. ich sag euch  das war so unglaublich schön! Der Tisch so geschmackvoll gedeckt, wir bindeten Blumenkränze, es gab köstliches Essen, viel Lachen, wir spielten mit den kleinen Buben, die so herzlich und entzückende gelacht haben, genossen die Abendsonne, spielten ein Gesellschaftsspiel, plauderten (ich hielt mich mit meinem Schwedisch sehr tapfer ;)) Ich hatte eine Flasche Weißwein aus Österreich mitgenommen ,der genüsslich genossen wurde ;).

Ich habe es so genossen! Und habe mir auch gewunschen, so ein richtiges Midsommaressen zu erleben, in netter Gesellschaft…natürlich haben wir auch das eine oder andere Glasl Wein getrunken, aber wir aßen, plauderten, lachten … es war ein gepflegter und lustiger Rahmen.

Als Abschluss fuhren wir dann noch zum See zu den anderen und saßen am Lagerfeuer, aßen Marshmallows, plauderten und lachten…

Am Samstag gingen wir es super gemütlich an und gingen am Abend zu einer Korridorparty (Studentenparty) und ich war ganz perplex, dass nicht nur in Filmen und Serien so gefeiert wird…haha 🙂 WIrklich lustig … aber mein Gehirn war schon nur noch auf SChwedisch und Englisch eingestellt, sodass ich die beiden Sprachen verwechselt hatte (und das lag nicht am Alkohol!)

 

Und nun komm ich zum Sonntag über den ich verwundert, berührt und glücklich zugleich bin! Wir gingen in den Gottesdienst und vom ersten Lied an war ich so gerührt und von Gott berührt, dass ich diesen Gottesdienst beinahe wie in Trance und mit vielen Tränen in den Augen und auf den Wangen erlebte. Ich hatte Gott ganz nah bei mir gespürt, ihn zu mir sprechen gehört. Ich bin immer noch so ergriffen davon und werde wohl noch einige Tage brauchen um all das zu verarbeiten. Gott spricht in unserer Not zu uns ganz deutlich und nah. Die Gespräche danach und die Gebets- und Lobpreiszeit mit zwei Freundinnen von Maggan am Abend nach dem Abendessen haben so viel in mir bewegt und aber auch verwirrt. Ich bin Gott so dankbar, dass ich ihm Loblieder singen darf, ihn preisen darf! „Christ is enough for me, everthing I need is He“ – Hillsong United. „I have decided to follow Jesus!“ – Ja, ich habe mich dazu entschieden JEsus zu folgen, ihm mein Leben zu schenken, mein Vetrauen ihm zu geben, mich von ihm gebrauchen lassen und ich hoffe darauf, dass er mich recht führt und zum Ziel bringen wird und meine derzeitige Situation zum Guten wenden wird. Meine Fragen beantwortet!

Ja, ich habe als Überschrift geschrieben „Ein Besuch mit Folgen“ – ich bin mir über die Folgen vollkommen klar:

  • Ich bin so stolz auf meine Schwester
  • Ich habe mich genauso wie sie in eine Stadt verliebt
  • …in eine Gemeinde, die so voller Liebe und Leben ist.
  • ich werde bald eine Entscheidung treffen
  • Ich wurde von Gott so enorm berührt, konnte seine Gegenwart spüren und habe eine Antwort auf meine Frage bekommen
  • Ich habe mich noch mehr von ihm verändern lassen

In diesen vier Tagen, die ich mit meiner Schwester verbracht und gesehen habe, welch wunderbare Zeit sie daoben verbracht hat, habe ich begriffen, wie es ist wenn man sich in eine Stadt, in die Menschen, in diese Gemeinde verlieben kann.! Und das habe ich und für mich war der Abschied auch schmerzhaft und mit viel Emotionen…ja…nur vier Tage, Maggan musste von 5 Monaten Zeit und Erlebnissen Abschied nehmen, aber wie gesagt, auch in vier Tagen kann man so viel erleben … vor allem an nur einem Tag…in nur zwei Stunden Gottesdienst, dass man so fühlt, wie ich es jetzt gerade tue.

Ich bat vier Freundinnen von mir, für Margaretha und mich zu beten, dass wir Kraft für den Abschied und eine gesegnete Heimreise haben (die eher turbulent und stressig war und mit viel Humor von Gottes Seite her ;)). Und meine beste Freundin schrieb: „Es ist ja kein Abschied für immer!“

Stimmt!

Ich bin so dankbar für diese Tage in meinem 2. Heimatland, welches ich mit jedem Mal immer fester in mein Herz einschließe…und im Juli verbringen wir unseren Familienurlaub in diesem wunderschönen Land!

 

Umeå, du är i mitt hjärtar!

 

Sommer, Sonne, Spannung

…zumindest im Buch, denn die Tage in Schweden waren jetzt eher sehr frisch und verregnet.

Aber zum Krimi! ich hatte ja schon ein paar mal erwähnt, dass Viveca Sten einer meiner Lieblingsautorinnen ist. Ihre Krimis sind eine gute Mischung aus Spannung, Fernweh nach Schweden, Schwedens Kultur, Geschichte usw.

„Mörderisches Ufer“ ist der 8. Fall von Kriminalkomissar Thomas Andreasson und wieder mal spannend von Anfang bis Ende. Und wenn du dann glaubst, dass du den Fall gelöst hast, macht die Geschichte wieder eine Kehrtwendung.

Ich nahm den Krimiroman mit nach Schweden, und habe ihn schon fast ausgelesen gehabt, bevor ich überhaupt in Umeå bei meiner Schwester ankam…haha 😉 Lange Wartezeiten am Flughafen, Flug usw. und natürlich diese mitreißende Handlung!

Witzig finde ich, dass die Handlung um Midsommar passiert und ich gerade auf dem Weg zum Midsommar-Feiern war. Wie passend!

Ich werde jetzt auch gar nicht näher auf die Handlung eingehen, sondern euch die Spannung lassen, aber eines kann ich auf jeden Fall sagen…Meer, Schweden, Sommer, Sonne, Spannung bis zur letzten Sekunde!

 

Buchdaten:

Autorin: Viveca Sten

Buchtitel: Mörderisches Ufer – Ein Fall für Thomas Andreasson

Verlag: Kiwi 

Der Sommerurlaub ist gerettet

Als ich letzte Woche meinen tollen Poldi-Krimi ausgelesen habe, stand ich ratlos vor meinem Bücherregal…was haben wir denn so im Angebot…Lektüre für kalte Herbst- und Wintertage…ähm…aber im Sommer brauch ich was locker leichtes!

hm…also dann mal zur Oma und Schwester…naja…

Na dann eben in den Buchladen….und da hüpft das Herz über, denn ihr müsst wissen, dass ich auch bei Büchern nicht leicht nein sagen kann!

Besonders gefreut habe ich mich über den „neuen“ Nicolas Barreau-Roman, welchen ich mir im Taschenbuchformat bestellt habe und als wir da so rausgehen wollten, fiel mein Blick auf den „neuen“ – in Schweden kam er schon 2016 raus – also 8. Fall von Viveca Sten, weil die liebe ich!

Und als ich gestern meinen Parisroman abholen wollte, viel mein Blick „leider“ auch noch auf  Frederik Backmans Roman „Oma lässt grüßen und sagt es tut ihr leid.“  – also, der Sommer(Urlaub) ist literarisch „gerettet“.

 

  • Wie viele Bücher packts ihr für euern Urlaub ein? – eins, zwei oder doch auch drei?
  • Welches Buch, darf bei euch im Sommer nicht fehlen?
  • Krimi, Roman, Liebesgeschichte oder doch lieber Biografie?

Ich freue mich über eure Lektür-Empfehlungen

 

Sonntag

Ich liebe den Sonntag! Er ist der Tag des Herrn, der TAg der Ruhe, der Tag der Familie!

Als ich am Samstagabend den Anruf bekam, dass das Training am Sonntag ausfällt, habe ich mich sooo gefreut (:)) weil, 1. Gottesdienst, 2. Ausflug zum Hötschi 3. Opa grillt

Und es war sooo ein schöner Tag. Opa ist ja Grillmeister Nummer eins und das Wetter war traumhaft und der Hötschi ist einfach traumhaft.

Nach dem Kaffee und Mamas weltbesten Marillenkuchen nach Urliomas Rezept, mit selbstgemahlenem Mehl und ganz viel Liebe, spazierten wir (traditionell) zum Nachbarbauern aufn einen Most rüber. Oh wie ich das da drüben liebe! Ich war schon länger nimmer dort und es verändert sich jedes mal ein wenig. Nur die Stimmen der Bauern sind noch die gleichen und der Geruch auf dem Hof und der Most und der Honig 🙂 Es war einfach so fein in der Sonne auf der Wiese (also ich saß in der Wiese) zu sitzen und zu plauschen. Einfach toll! Ich hatte sogar ein paar Tränen in den Augen, weil da einfach so viele Erinnerungen hochkommen, an die langen Sommer die wir am Berg verbracht haben, den guten Schafskäse, das Spielen im Obstbaum, der immer noch steht :),…

Am Heimspaziergang pflückten Mama und ich Blumen (wie damals) und Pfefferminze und schnupperten die gute Luft.

„Können wir nicht dableiben?“

Dachten Pappa, Mama und ich … und ich habe mir fest vorgenommen ab jetzt wieder öfters raufzufahren und einfach nur zu genießen!

 

Juni17-Hötschibergsonntag (42)Juni17-Hötschibergsonntag (8)

Juni17-Hötschibergsonntag (13)
Omas Lieblingsplatz

Juni17-Hötschibergsonntag (14)Juni17-Hötschibergsonntag (24)

Juni17-Hötschibergsonntag (19)
Der alte Obstbaum

Juni17-Hötschibergsonntag (25)Juni17-Hötschibergsonntag (32)Juni17-Hötschibergsonntag (35)

Juni17-Hötschibergsonntag (11)
Dieser Duft nach Holz

Vom Bauernmarktbesuch und Burgfräuleins

In den letzten Tagen wurde mir wieder bewusst, wie wertvoll es ist Zeit mit Freunden zu verbringen. Mein Freundeskreis ist jetzt nicht der größte, aber die wenigen Freundschaften die ich pflege, sind so wertvoll und stark, dass es mich so berührt, wenn ich an die verbrachten Stunden/Momente denke.

 

Gestern radelte ich mit meiner Freundin  Marlene (wir sind gemeinsam aufgewachsen, ihre und meine Eltern kennen sich auch aus der Kindheit) zum Bauernmarkt…oh wie schön es war 🙂 frisches Gemüse, Bioeier, Blumen, Buchladen … herrlich. Danach ein Eiskaffee in einer unserer Lieblingskaffeehäuser und viel viel viel Plausch. Einfach wunderbar. Noch dazu sehen wir uns etwas ähnlich und waren gestern im Partnerlook (so wie fast jedes Mal wenn wir etwas unternehmen…aber der Partnerlook ist nie geplant !) Am Abend kam sie dann noch auf ein (ähem zwei) Glasl Wein zu mir aufn Balkon und wir genossen diesen Abendausklang!

WUNDERBAR!

Zum Glück gab es diesen wunderschönen bunten Strauß, denn so erübrigte sich die Entscheidung bzgl. der Farbe der Blumen (weil da kann ich mich nie entscheiden!)

 

Eine kleine Wanderung unternahm ich heute mit meiner  Tini (quasi Nachbarin und wir kennen uns ebenfalls seit der Kindheit und unsere Eltern auch – gleicher Freundeskreis) zur Burgruine Mödling. Herrlich dieser Wald, dieser Weg, die Natur, der Duft nach trockener Erde, Rinde usw. Sonnenschein, herrliche Luft…

Meine Eltern sind oft mit uns da rauf gegangen und wir Kinder stellten uns dann vor wie es wohl war als Burgfräulein zu leben.

Ich bin so dankbar, für diese Freundschaften und die Zeit die wir miteinander verbringen. Die Gespräche, das Lachen (wir lachen oft und viel :)) einfach zu wissen, dass wer da ist!

 

 

Ja, das sind Freundinnen fürs Leben! (zwei von 4!) die anderen zwei wissen sicher, dass ich sie meine 🙂

 

Locker, duftig, luftig, spannend mit einer Prise Sizilien und Bayern

Genauso ist der Krimiroman „Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“ von Mario Giordano geschrieben und zu lesen.

Letztes Jahr habe ich den zweiten Teil „Tante Poldi und die Früchte des Herrn“ in einer Bibliothek in Esslingen gekauft und innerhalb weniger Tage verschlungen. Auch der erste Teil überlebte nicht lange. Denn die Poldi fingelt schon in den ersten paar Seiten den Leser um die Finger und man hat richtig Freude daran zu lesen, wie sie ihren ersten Mordfall löst.

Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass die Tante Poldi, Isolde Oberreiter aus München, ins schöne Sizilien zieht, weil sie lieber am Fuße des Ätnas und in Gesellschaft der Sizilianer ihre letzten Tage verbringen möchte, als alleine im überfüllten München. Und wie sie da so, in ihrer offenen und großzügigen Art und mit viel Granita und Whiskey und sizilianischer-gemischt mit der guten alten bayrischen Gastfreundschaft, ihre Tage verbringt, kommt ihr der Tod von Valentino, einem feschen Jüngling der als „Mädchen für alles“  – Haustechniker und -reparateur arbeitet, dazwischen. Da sie ein sehr großes Herz hat und ihr verstorbener Vater Kriminalhauptkommissar war, liegt es auf der Hand, dass sie herausfinden möchte, wer den jungen Mann, der ja noch sein ganzes Leben vor sich hat, umgebracht hat.

Mehr möchte ich gar nicht sagen, nur, dass das ein ganz heißer Tipp für eure nächste Sommerlektüre ist!!!!

A la „Miss Marple“, nur auf bayrisch…einfach herrlich!!

 

Buchdaten:

Autor: Mario Giordano

Buchtitel: Tante Poldi und die sizilianischen Löwen

Verlag: Lübbe

 

Habt ihr Vorschläge für Sommerlektüren?

Zeit

Heute ist der „große Tag“ an dem ich euch über meine Reha-Zeit berichte.

Aber was schreibt man denn da so?  Keine Sorge, ich werde euch keine Einzelheiten über die Therapiestunden verraten 😉

Vielleicht fange ich einfach mit einem großen Lob an die Einrichtung an. Ob die Damen von der Rezeption oder im Service, die Ärzte, die Therapeuten, die Putzfeen, alle hatten immer ein Lächeln auf den Lippen, waren freundlich, höflich, so kompetent und aufmerksam und bemüht mir (und den anderen Patienten) einen angenehmen  und erfolgreichen Aufenthalt zu ermöglichen. Auch untereinander konnte man diesen herzlichen Umgang sehen. Die Therapeuten gaben sich via der Therapiebücher der Patienten Grüße. Das Essen war super gut, die Zimmer herrlich geräumig und die Gegend…ja also die Gegend…sehr viel Gegend war das. Aber wunderbar zum Entspannen und Spaziergänge machen (was anderes war eh nicht möglich ;))

So und jetzt zu meinem Therapieerfolg…ähm…ja…ich bin mit mehr Erwartung hingekommen, als letztendlich erreicht wurde. Aber so ist das denke ich bei anderen auch. Die Fortschritte die wir gemacht haben, sind auf jeden fall wertvoll und hoch. Vor allem geht es meinem Rücken nun besser und ich bin wesentlich motivierter nun mein Training regelmäßig und ordentlich zu machen. Also wurden auch meine Motivation und mein Wille gestärkt. Und das die Heilung und Kräftigung meiner Hand einfach noch Zeit braucht, das ist nun so und ich möchte lernen damit umzugehen und dies anzunehmen und täglich dafür zu sorgen, dass täglich kleine Schritte zur Verbesserung gemacht werden können! 🙂

Meine Physiotherapeutin auf der Reha war ja ein Goldschatz! Dies war eig. meine größte Sorge,dass ich zu jemanden komme, der mich nicht versteht und ja eben nicht so ist, wie meine Therapeutin zuhause! Aber ich bin ganz glücklich und zufrieden. Am nächsten Tag waren wir schon per Du und redeten über Lebenspläne, Pralinen, Frisuren usw. Fehlte nur noch der Kaffee dazu 🙂 Und JA, wir haben therapiert (also sie mich ;)) aber wir Frauen können eben ein paar Dinge gleichzeitig 😉 und so wurden die Therapiestunden locker und angenehm…obwohl sie mich manchmal ganz schön gefordert hat! Nein, ich bin Gott echt dankbar, dass er mir die richtige Therapeutin (für die Einzeltherapie) zugeordnet hat!

Bogenschießen habe ich auch gemacht. Leute, ich sags euch, das ist vielleicht lustig! Und natürlich super effektiv für den Rücken, die Haltung, die Kräftigung, Koordination, Konzentration (des war net so leicht, weil man sich einfach nicht konzentrieren kann, wenn da so ein hübscher und durchtrainierter junger Therapeut daneben steht und ja….) KONZENTRIER DICH ANNA (dachte ich mir manchmal)…also weiter…ähm…ja genau, wir haben auch ab und zu kleine „Wettkämpfe“ gemacht, wurden herausgefordert in dieses oder jenes Ziel zu treffen. Wirklich toll…kann ich nur empfehlen! Außerdem wollte ich das schon länger mal ausprobieren und dachte mir, warum nicht jetzt?

Das Krafttraining war schon etwas anstrengender, weil eben meine rechte Hand/mein rechter Arm seit der Operation und Ruhephase (und nicht mehr täglich Torten schleppen) an Kraft verloren hat. Aber wenn da der andere hübsche durchtrainiere junge Therapeut daneben stand und korrigierte und motivierte, dann ging das ganz locker (haha ).

Die WAssertherapie war auch sehr gut. Sehr effektiv, man merkt das Schwitzen nicht, denn das macht man im Wasser serwohl auch! Wirklich gut 🙂 Vor allem wenn da wieder mal ein hübscher durchtrainierter junger Therapeut vorne herumhüpft (also die Übungen vormacht.!)

Ihr fragt euch jetzt sicher ob es auch weibliche Therapeuten gab. Ja, gab es auch und die waren auch super kompetent (mir sogar lieber, weil ich hab da so meine Hemmungen, wenn ich im Badeanzug im Wasser irgendwelche Übungen machen muss.)

Aber wisst ihr was wirklich von Vorteil ist, wenn man die jüngste Patientin ist? Alle starren dich an und fragen „Was machst du eigentlich hier?“ (also, das ist nicht so von Vorteil, auch nicht, wenn dich alle so komisch anstarren – JA, ich bin auch hier auf Reha…) die Therapeuten und Ärzte strahlen und man sieht richtig wie nervös (also die Männer) sind, wenn da so ein junges Hupfal wie ich therapiert werde usw. 🙂

Das hat mir schon auch sehr gefallen, dass da so viele junge Therapeuten waren. Das gesamte Team ist einfach so beschwingt und locker und offen.  Und den älteren Generationen tut das auch gut 😉 Also da wurde schon viel geflirtet (also ich meine jetzt die Damen und Herren ab 60 aufwärts ;))

EIne Sache, die immer noch etwas grußlig für mich ist, waren die Stromtherapien. WEnn sich da so die Finger von alleine heben und senken……brrrr…aber der Kurt war eh liab, bei der ersten „Sitzung“. Mein MIttelfinger hat sich zuerst gehoben und da haben wir gleich lachen müssen.

Also, wie ihr lesen könnt, hatte ich eine sehr gute und wertvolle Zeit. Die freien Stunden nutze ich für Spaziergänge, Buchlesen, entspannen, ShoppingQueen schauen und Gespräch mit Gott. Wie wunderbar es ist, dass er täglich bei mir ist und mich führt und beschützt und an diesen Ort gebracht hat…und das Weinviertel ist ja auch wirklich wunderschön!

 

An den Wochenenden oder auch mal unter der Woche bekam ich Besuch von Familie und Freunden und das tat richtig gut. Denn obwohl ich eh recht gefordert wurde, waren die freien Stunden doch recht einsam und da ist es schön einen Ausflug zu machen oder einfach nur zu plaudern!

 

Wenn ich so zurückblicke, kann ich wirklich sagen, dass diese 4 Wochen wertvoll und effektiv waren. Allein, dass ich einmal eine Zeit von zuhause wegkam, Tapetenwechsel, ein geregelter Tagesablauf, drei richtige Mahlzeiten am Tag usw. Und natürlich die Therapieerfolge und die gewonnene Motivation!

 

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Einmal altes Bauernhaus, Blumenwiesen, Berge, Wald zum Entspannen

 

…und entspannen konnte ich wirklich! Über das lange Wochenende habe ich meine liebe Freundin Ilona in Tirol besucht. Und es einfach nur herrlich!

Wenn ich zwischen 2 Wochen Malediven und 2 Wochen Bergurlaub wählen könnte, dann nehme ich den Bergurlaub (Österreichurlaub). Mein Heimatland ist so unglaublich schön und ich freue mich so, dass ich immer wieder neue Fleckchen kennenlerne! Und Tirol ist ja wirklich schön. Die Gegend (sehr viel Gegend), die Menschen, die Natur, die Luft (so frisch und klar). Da kann man wirklich die Seele baumeln lassen.

Die Gespräche mit meiner lieben Freundin machten dies noch wertvoller. Und obwohl wir uns bis jetzt immer nur einmal im Jahr gesehen haben, schmerzt es richtig zu wissen, dass sie im August nach Kanada fliegen und ein Jahr an der Bibelschule studieren wird! Aber ich weiß, dass Kilometer nichts sind, was unsere tiefe Freundschaft, und unsere Beziehung zu Gott trennen kann.

Ich bin so dankbar, dass wir mit jedem Mal, das wir uns sehen, wachsen und unsere Freundschaft festigen und stärken können.