Und schwupps…

… ist’s schon wieder fast Februar! Der erste Monat dieses Jahres vorüber; bald sind’s nur noch 11 Monate, um meine To-Do-Liste zu erfüllen. 😉

Jänner fast vorüber und ich werde mit einem To-Do-Punkt richtig konfrontiert.

„Entschleunigen“ … ich habe einen Bandscheibenvorfall. Ruhe, Schmerzmittel, Schonung, kein Tanzen, kein Hüpfen, kein Skifahren (tu ich eh nicht;)), kein schweres Heben, kein langes Stehen und außerdem und überhaupt. Natürlich denke ich mir jetzt, warum bin ich nicht früher zum Onkel Doktor gegangen? Immerhin habe ich die Schmerzen ja schon seit Weihnachten.  Tja, zuerst Vermutung auf Verspannung, Kältezug oder so…aber das? Naja. So ist es eben jetzt.

Aber genug krankengesudert. (Dieses Wort steht sicher nicht im Duden, egal;))

 

Ich habe mir vorige Woche eine neue CD (eig. zwei) gekauft. „Unfassbar.Nah“ von @Jonnes (https://www.youtube.com/results?search_query=jonnes)Das erste Lied hat es mir besonders zugetan. „Wenn ich leise bin“.

Kernaussage ist, das es da jemanden gibt, der weiß was er (der Sänger) spürt, fühlt und denkt, dass dieser jemand derjenige sein soll, der den Wagen lenkt, zuhört wenn er leise ist.

Ich meine, dass dieser jemand in dem Lied, Gott ist.

Mein himmlischer Vater kennt mich, kennt meine Gedanken, meine Wünsche, meine Gefühle, hat das Lenkrad in der Hand und hört mich, wenn ich leise bin. Ich bin oft leise und habe es gerne still. Genau da, hat Gott die Möglichkeit zu mir zu sprechen; ich muss oft nicht viel sagen, denn er weiß es schon, er weiß wie es mir geht. Diese Zuversicht, macht so einiges, was gerade um mich ist und mich beansprucht, ertragbar – durchlebbar.

In den letzten Jahren habe ich gelernt, mir meiner Prioritäten bewusst zu sein. Sie in die richtige Ordnung zu bringen. Dinge, die einfach momentan nicht wichtig sind, auf später zu verschieben oder eben nicht die Beachtung, die sie gerne hätten, zu geben.

Angefangen bei Wohnungsgroßputz (geht eh grad gesundheitlich nicht) bis zur Partner“suche“. (Habe die Rosalinde, die würde eifersüchtig werden, wenn da jetzt ein männliches Wesen auf zwei Beinen meine Zeit beanspruchen würde! ;))

Ich darf meine Beziehung zu Jesus vertiefen, festigen und ausbauen und das ist so schön! Denn er soll die Nummer eins in meinem Leben sein! Völlige Hingabe und Liebe und Dankbarkeit in allen Dingen!

 

okt (97)

 

„Denn du weißt, was ich spür, was ich fühl und was ich denk. Deshalb will ich, wenn ich nicht kann, dass du den Wagen lenkst. Denn du weißt, was ich spür und was ich denk. Du hörst mich, wenn ich leise bin.“ #wennichleisebin#jonnes 

 

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Advent, eine besinnliche Zeit?

Am Sonntag zündete ich die zweite Kerze vom Adventkranz an, machte es mir auf dem Sofa bequem und las in meinem Adventbuch. Nach dem schönen Text und Gedankenanstoß, ging ich in mich und dachte über das Gelesene nach.

Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Geburtstagsfest Jesu, dem Friedensbringer. Außerdem ist Weihnachten eine Zeit, in der ich bewusst und auch intensiv Zeit mit meiner Familie verbringe.

Meine Wohnung ist geschmückt, Kerzenschein breitet Wärme in den Zimmern aus, es duftet nach Tee und Gemütlichkeit ist spürbar. Und doch empfinde ich heuer nicht so viel Freude. Die zweite Adventwoche ist beinahe vorüber und ich bin vollkommen ausgelaugt, müde, erschöpft. Körperlich und psychisch. Nach den anstrengenden und wirklich mühsamen Arbeitstagen, möchte ich eigentlich nur noch nachhause und ins Bett, um am nächsten Tag genauso müde aufzuwachen und vom vorweihnachtlichen Stress beansprucht zu werden.

Gerade da versuche ich, mir zehn Minuten am Abend zu schenken. Die Kerzen anzuzünden, einen Tee zu kochen, mich aufs Sofa zu kuscheln und in meinem Adventbuch zu lesen und zu beten. Diese zehn Minuten schenke ich mir und vor allem Jesus. Denn um ihn geht es in dieser Zeit. Wegen ihm bereite ich mich auf dieses Fest vor.

Nach diesen zehn Minuten gehe ich ins Bett. Ich sehe mir keinen abendlichen Krimi an oder lese in meinem Buch. Nein, denn das, was ich in diesen zehn Minuten erlebe, will ich nicht durch andere Dinge auf die Seite schieben. Ich möchte nicht, dass dieser ganz persönliche Adventmoment als Programmpunkt meines Alltags wird, Nein! Diese zehn Minuten sind mir so wichtig und wertvoll, denn in dieser Zeit ist Jesus mir ganz nah, und ich vergesse was um mich herum ist. All die depperten Kunden, all der Stress und Frust und Ärger, all die Müdigkeit und Erschöpfung, die Rücken- und Fußschmerzen.

Dieser Adventmoment ist meine ganz persönliche Möglichkeit aufzuatmen, zur Ruhe zu kommen, aufzutanken und intime Zeit mit Jesus zu verbringen.

Ich wünsche euch, dass ihr neben diesem allgemeinen vorweihnachtlichen Stress und den Erwartungen für das Fest, eine Zeit findet, während der ihr euch etwas Gutes tut. Sei es einen Tee trinken, ein gutes Buch lesen, ein Spaziergang …, fern von jeglicher Ablenkung. 10 Minuten, eine halbe Stunde oder eine volle Stunde…ganz egal. Ihr werdet sehen wie gut es tut, vollkommen abzuschalten, ruhig zu werden und einfach nur still zu sein. So kann ein besinnlicher Advent gelingen!

Gesegneten Advent euch allen!

 

 

Wenn die Seele aufatmet

Wie fängt man einen Blogbeitrag an, der so persönlich und reich an Gefühlen ist?

Am Sonntag vor einer Woche fuhr ich von einem bewegenden und wunderbaren Wochenende auf Schloss Klaus nach hause. Die Freizeit hieß TNT (Twenties and Thirtees) und war, wie der Name schon sagt, für junge Erwachsene. Schloss Klaus (https://schlossklaus.at/) gehört zu der christlichen Organisation „Fackelträger“ und veranstaltet unzählige Freizeiten. Ob Kinder, Jugend, Familie, Bibelschule usw. alle haben denselben Fokus. Nämlich unser christliche Glaube und die Beziehung zu Jesus, unserem Herrn und Heiland.

Schon die Monate davor, war ich ganz aufgregt und freute mich wieder am Schloss zu sein, aufzutanken, Freunde zu treffen, die wunderbare und friedvolle Atmosphäre zu spüren und vor allem im Glauben gestärkt zu werden. Denn das war dringend notwendig. ICh war ausgelaugt, war verzweifelt, war sogar böse auf Gott.

Das Thema der diesjährgen TNT-Freizeit war „Glaube vs. Erfahrung“, wie passend für meine derzeitige Situation! Ohne jegliche Erwartung, außer der, dass ich Freunde treffen würde und eine bewegende Zeit auf mich wartete, fuhr ich am Donnerstag nach Oberösterreich. Ich war kaum im Haus, da spürte ich schon die Gegenwart Jesu und der Rezeptionistin sagte ich aus vollem Herzen: „Schön wieder hier zu sein!“.

Mit Blick auf die Berge und den Stausee konnte schon mal entspannen. Begonnen wurde die Freizeit mit dem Abendessen, wo schon fleißig ausgetauscht wurde.

Ein Kennenlernspiel am Anfang des Abendmeetings und das Eis war gebrochen. Als Referendar war Martin, Leiter des Tauernhofs in Schladming – ebenfalls Fackelträger, geladen. Schon mit seinem ersten Satz hat er meine Aufmerksamkeit voll und ganz gewonnen. Dieser Mann ist ein Mann Gottes! Voller Weisheit und Glauben, Respekt und Ehrfurcht. Behutsamkeit und Liebe. Seine Worte trafen mitten ins Herz. Und mischt man Steirerdialekt mit Humor und Glauben, dann gibt es nichts besseres 😉

Thema der Freizeit war, wie oben schon geschrieben, „Glaube vs. Erfahrung“ Ich werde euch da jetzt nicht sämtliche Inhalte der Vorträge wiedergeben, sondern das, was mich bewegte.

Zweifel ist etwas zu tiefst menschliches. Ich darf zweifeln, muss mich nicht dafür schämen. Aber genauso darf ich sie vorm Kreuz ablegen, in Jesu Hände. Ich darf sie abgeben. Ja, die Erfahrungen in meinem Leben sind oft das Gegenteil von dem, was ich mir erhoffe oder wünsche. Aber ich darf alles Jesus geben und ihm voll und ganz vertrauen, dass er mich davon befreit, mich heilt, mich unendlich liebt. Er ist immer treu! Meine schwache Treue hindert mich oft daran, an seiner  festzuhalten. Im Job läuft alles gut, ich habe nette Kolleginnen, einen kurzen und shcönen Arbeitsweg, gehe in eine gute Gemeinde,… und doch ist da ein Unruhe in mir. Fühle mich nicht zuhause, nicht richtig am Platz. Ich darf Jesus bitten, diese Unruhe von mir zu nehmen, mich zuhause und am richtigen Platz fühlen. Wenn er etwas anderes mit mir vorhat, einen anderen Platz für ich hat, dann wird er mir das auch deutlich zeigen/sagen. Darauf darf ich vertrauen und mit Zuversicht meinen derzeitigen Platz akzeptieren.

Ralph sprach über die Berufung. Jeder Christ erhofft sich eine Berufung (zb. in die Mission zu gehen) Wir halten so streng daran fest, dass da noch was kommen musst. Daweil hat uns JEsus schon längst berufen! Unsere Berufung ist die Beziehung zu Jesus! Und daraus entwickelt sich dann alles andere.

Dies hat mich auch sehr bewegt, weil ich auch der MEinung war/bin, dass da mehr kommen muss, eine Berufung irgendwo auf mich wartet. Aber ich bin bereits berufen! Mehr brauch ich nicht! Als die Gewissheit, dass mich Jesus zu seiner Nachfolge berufen hat.

ICh habe dieses Wochenende viel gehört und erlebt. Intime Momente mit Jesus gehabt, Freundschaften geschlossen, Gemeinschaft mit Menschen gehabt, die alle dasselbe verfolgen, nämlich den Glauben und die Beziehung zu Jesus. Noch immer denke ich sehr viel über diese Zeit nach, über das Erlebte und Gehörte. Ich spüre richtig, dass ich verändert worden bin, Antworten auf Fragen bekommen und Erkenntnis bekommen habe. Es hat sich ebenfalls wieder bestätigt, wie wertvoll und wichtig Gemeinschaft mit Christen ist, die Zeit am Schloss Klaus.

Schloss Klaus bietet Wachstum und Lehre im/für den Glauben, Gemeinschaft und Lebensfreude. Es gab einen Tanzabend, Kanufahrt, Wanderung, Spieleabend … Ich möchte dies niemals missen!

Ich weiß nicht, was in der nächsten Zeit auf mich zukommen wird, aber eines weiß ich, dass ich an Jesus treu sein möchte und an seiner Treue festhalten werde.

A thousand times I’ve failed
Still Your mercy remains
And should I stumble again
I’m caught in Your grace
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
Your will above all else
My purpose remains
The art of losing myself
In bringing You praise
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
In my heart and my soul
Lord I give You control
Consume me from the inside out,
Lord, let justice and praise
Become my embrace
To love you from the inside out
Your will above all else
My purpose remains
The art of losing myself
In bringing You praise
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
In my heart and my soul
I give You control
Consume me from the inside out,
Lord, let justice and praise
Become my embrace
To love You from the inside out
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
And the cry of my heart
Is to bring You praise
From the inside out
Lord my soul cries out
In my heart and my soul
Lord I give you control
Consume me from the inside out,
Lord, let justice and praise
Become my embrace
To love You from the inside out
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
And the cry of my heart
Is to bring You praise
From the inside out
Lord my soul cries out
Everlasting
Your light will shine when all else fades
Never ending
Your glory goes beyond all fame
And the cry of my heart
Is to bring You praise
From the inside out
Lord my soul cries out
From the inside out
Lord my soul cries out
Joel Housten, Hillsong United
Sept18-TNT (30)

 

Volles Herz

Seit ein paar Monaten spüre ich ein „Unruhe“ in meinem Herzen. Irgendetwas wird geformt, zurechtgerückt. Ich spüre, dass Jesus in meinem Herzen wirkt, dass er mich auf etwas vorbereitet. Ich spüre, dass diese „Unruhe“ bald ausbrechen wird. Ich habe keine Ahnung, was auf mich zukommt, welchen Plan Jesus mit mir hat.

Seit gut einem Jahr gehe ich in eine Gemeinde in Wien. Nach einer zaghaften Eingewöhnungsphase bin ich nun auch Mitarbeiterin, organisiere die „Kaffeezeit“, die vorm Godie stattfindet, bringe mich beim Frauentreffen ein usw. Es tut gut, mitzuwirken, meine Ideen und meinen Glauben einzubringen, Zeugnis zu sein.

Immer mehr merke ich, dass ich dort „zuhause bin“.

Es ist ein Segen in diese Gemeinde zu gehen.

Immer mehr entdecke ich meine Gaben und was ich, dieser Gemeinschaft geben kann. Doch „verwirrt“ es mich. Denn Jesus hat mir so viel gegeben und es kommt immer mehr dazu.

Gerne möchte ich wissen was es ist, was Jesus mit mir vorhat.

Aber er sagt es mir nicht! Er möchte, dass ich ihm weiterhin vertraue und mich formen lasse!

 

„Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“

Sprüche 16,9

 

Juli17-SverigeSemester_Anna (642)

Freude

Gestern predigte der Pastor über „Freude“.

Im Duden stehen beim Wort Freude folgende Definitionen:

  • hochgestimmter Gemütszustand
  • freudetrunken – trunken vor Freude
  • Freudestrahlend – straheln vor Freude
  • Herzensfreude – tief empfundene Freude
  • Frohsinn
  • Lust
  • freudenreich – reich an Freude

Aber was heißt „Freude“ für mich?

Freude heißt für mich, dass ich glücklich bin, dass ich lachen muss, mein Herz hüpft, ich bin positiv gestimmt/gut gelaunt.

Es ist nicht immer leicht Freude zu empfinden, vor allem wenn es einem schlecht geht. Unser Pastor hat damit vor allem gemeint, dass wir nicht immer froh in den Gottesdienst kommen können. Es gibt schlechte Tage, es geht uns nicht gut, aber wir dürfen wissen, dass Gott in unserer Gegenwart ist und uns Freude schenken möchte. Mir geht es manchmal so, dass ich tief in mir drinnen einen Druck verspüre, der mich daran hindert freudestrahlend in den Lobpreis zu gehen. Doch sobald ich dann die Musik höre und die Worte singe, dann spüre ich, wie sich dieser Druck verflüchtigt und stattdessen Freude in mein Herz kommt. Freude über die Gegenwart Jesus, seine Liebe zu mir.

 

„Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen;

denn das ist der Wille Gottes in Jesus Christus für euch.“

1. Thessalonicher  5,16-18

Bergauf

Um zum Gipfelkreuz zu gelangen, muss man mal erst den Berg besteigen. Und wie das so beim Wandern ist, geht es mal langsam und leicht los. Grüne, duftige Wiesen, geheimnisvoller Wald, vielleicht lässt sich sogar ein Reh blicken und die Vögel singen.

So geht es eine Weile dahin und man erfreut sich an der Schönheit der Natur. Doch dann fängt der Weg an steinig und mühsam zu werden. Es wird steil, der Rucksack fängt an zu drücken, man ist durstig und hungrig, Schweiß rinnt die Stirn runter, der Rücken ist nass.

Während dem gehen, kommen Gedanken auf: „Warum mache ich das eigentlich?“ „Wäre ich doch lieber zuhause am Sofa geblieben.“ „Therme klang eigentlich auch ganz gut.“ „Ich werde nie da oben ankommen.“ … Man verliert das Ziel – das Gipfelkreuz vor den Augen.

Und so geht es ebenfalls eine Weile weiter.

Doch, wenn man an den Punkt kommt, zu glauben, dass es nicht mehr weiter geht, die Füße schmerzen, die Schultern unter der Last des Rucksacks weh tun und man ins Stolpern gerät….dann kommt eine Kurve und dahinter sieht man eine duftige Blumenwiese, und dahinter blickt das Gipfelkreuz hervor! Die Last wird plötzlich leichter, die Füße tun gar nicht mehr weh, und der langsame Schritt beschleunigt sich. Plötzlich geht es gleich viel leichter. Und vielleicht kommt auch ein Wanderlied über die Lippen.

 

Genauso fühle ich mich gerade! Ich habe den steilen Anstieg hinter mir und bewege mich immer mehr dem Gipfelkreuz entgegen. Eines nach dem anderen fügt sich zum Positiven und ich bin voller Erwartungen was der Weg noch so mit sich bringt!

 

„Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte.“

Sprüche 16,9

 

 

Kleine Schritte

Mein süßer Neffe ist ja echt zauberhaft und super lustig.

Ich finde es faszinierend wie er durch den Tag geht. Er spielt, isst, lacht, schläft, entdeckt, lernt. Mit kleinen Schritten geht er seinen Lebensweg, getragen und begleitet von seinen wunderbaren Eltern und Großeltern und Tanten und Onkeln.

Welch ein Segen, diesen jungen Mann beim Großwerden zu erleben.

 

Momentan ist mein Lebensweg eher ein dunkler Wanderpfad. Ich sehe nicht weit, kommt da eine Kurve oder vielleicht eine Schlucht? Viele Steine liegen im Weg, an denen ich mich stoße. Über Wurzeln stolpere ich. Es ist dunkel und kalt. Und dann stehe ich vor einem Abgrund und weiß, dass ich da rüber muss. Aber wo ist die Brücke? Wo ist der Weg hinüber?

Ich weiß es nicht, weil ich es nicht sehe! Ich sehe nichts! Zurück kann ich auch nicht. Dafür bin ich zu stolz. So weit habe ich es nun schon geschafft, da werde ich doch nicht meine Sachen packen und wieder retour gehen.

Da erinnere ich mich an Gottes Versprechen: „Ich bin bei dir, alle Tage!“

Wie ein Lichtstrahl kehrt diese Hoffnung wieder zurück und ich erinnere mich an mein Vertrauen in Gott.

Ja, da geht es tief hinunter. Aber Gott hat einen Weg für mich. Ich werde diese Schlucht überqueren. Ja, ich sehe noch nicht, wie, aber ich weiß, dass mein Vater im Himmel dafür sorgt, dass ich dahinüber gehen kann.

Kleine Schritte! Ein Schritt nach dem anderen!

Wie mein Neffe, getragen von liebenden Händen!

Große Hitze

Nein, der folgende Beitrag befasst sich nicht mit der Sommerhitze (wobei es grad echt angenehme 25 Grad hat!).

Seit längerem stehe ich etwas sehr unter Feuer, Unsicherheit über das Kommende, Neuanfang usw.

Ich fühl mich erhitzt, brauche dringend die große Abkühlung, die Erholung (zwischendurch gönn ich mir so „keine“ Abkühlungen wie zb. Spaziergang mit einer Freundin, Bauernmarkt mit Mama, Gespräch mit Pappa, usw.) und Klarheit.

Heute (gerade eben) bekam ich von meiner lieben Schwester eine Nachricht mit folgendem Text, der mich sehr sehr berührte:

In Maleachi 3,3 heißt es über Gott: „Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen.“ Dieser Bibelvers verwunderte einige Frauen in einem Bibelstudienkreis und sie fragten sich, was diese Aussage wohl über den Charakter und das Wesen Gottes offenbart. Eine der Frauen bot an, sich über den Prozess des Läuterns von Silber schlau zu machen und der Studiengruppe beim nächsten Treffen von dem Ergebnis zu berichten.

In dieser Woche rief die Frau einen Silberschmied an und machte einen Termin, um diesem bei der Arbeit zuzusehen. Sie erwähnte nichts von dem Grund ihres Besuches und ließ den Mann in dem Glauben, es sei nur ihre Neugier über den Prozess des Läuterns von Silber.

Als sie den Silberschmied bei der Arbeit beobachtete, hielt dieser ein Stück Silber über das Feuer und ließ es sich aufheizen. Er erklärte, dass man beim Läutern von Silber das Silber in die Mitte des Feuers halten muss, wo die Flammen am heißesten sind, um alle Unreinheiten hinweg zu brennen. Die Frau dachte darüber nach, dass Gott uns auch über so einen glühenden Punkt hält. dann dachte sie wieder über den Vers nach, in dem es heißt „Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen.“

Sie fragte den Silberschmied, ob es wahr sei, dass er die ganze Zeit vor dem Feuer sitzen bleiben musste bis das Silber geläutert sei. Der Schmied antwortete: „Ja, ich muss sogar nicht nur dabei sitzen bleiben, sondern ich darf auch meine Augen die ganze Zeit nicht von dem Silber weg wenden, solange es sich im Feuer befindet. Wenn das Silber auch nur einen Augenblick zu lange im Feuer bleibt, würde es zerstört werden.“ Die Frau war einen Augenblick still. Dann fragte sie: „Woher wissen Sie, wann das Silber vollständig geläutert ist?“

Der Schmied lächelte und antwortete: „Oh, das ist leicht. Sobald ich mein Spiegelbild darin sehen kann.“

Wenn du heute die Hitze des Feuers spürst, dann erinnere dich daran, dass Gott seine Augen auf dich gerichtet hat und dich aufmerksam beobachten wird bis er sein Spiegelbild in dir sieht!

 

Gott wacht über mich, er wendet seinen Blick nicht von mir und passt auf, dass ich mich nicht verbrenne!

Bestätigung

„…und ich glaube an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn unseren Herrn!“

Ja, das tue ich und ich glaube fest daran, dass er für meine Schuld gestorben ist, damit ich leben kann und ich glaube fest daran, dass er auferstanden ist und wiederkommen wird, in helles Licht getaucht und so herrlich, dass wir soooo geflasht sein werden und jedes Knie wird sich beugen!

 

Derzeit findet im Erzbischöflichen Palais in Wien eine Sonderausstellung über das Turiner Grabtuch, vom Malteser Orden bereitgestellt, statt. „Wer ist der Mann auf dem Tuch?“

Das Turiner Grabtuch wurde aus Leinen gefertigt, ist 4,2 Meter lang und etwa 1,3 m breit. Das Abbild eines liegenden Mannes ist zu erkennen. Ein gekreuzigter Mann. Man kann den Kopf und das Gesicht leicht erkennen, mit Blutspuren und den Abdruck einer Dornenhaube (-krone), weiters, die Hände ebenfalls mit Blutspur, eine Blutspur an der Seite, die Füße überkreuzt.

Nun stellt sich natürlich die Frage, ist das Jesus Christus auf diesem Tuch? Wurde Jesus nach seiner Kreuzigung in dieses Tuch eingewickelt?

Es wurde lange geforscht und gemessen, geprüft usw. Auf dem Tuch, welches im Fischgrätenmuster gefertigt wurde, fand man Pollen, von Pflanzen die nur in Jerusalem zu finden sind. Im Bereich der Knie fand man Staubreste von Erde, die es nur in den Straßen und auf den Friedhöfen von Jerusalem gibt. Die Münzen, die man zum Augenverdecken benutzte, sind eine Fehlprägung die es nur 5 Jahre lang und nur wenige Stück, gab. Und nur in Jerusalem. Die Blutprobe ergab die Blutgruppe AB, die fast jeder 2. Einwohner in Jerusalem hat…doppelt so viel mehr als in Europa.

Alles nur Zufall?

Ein bisschen zu viel Zufall oder?

 

Diese Beweise sehe ich sehr stark als Bestätigung für meinen Glauben an. Mein Glaube beruht nicht auf diese Beweise, aber er wird/wurde noch mehr bestärkt!

 

Ist das wirklich Jesus? Kann ich wirklich ihn auf diesem Tuch erkennen?

Ich werde, wenn ich einmal mit ihm plaudere, fragen. Aber ich bin gewiss, dass er für mich am Kreuz gestorben ist, als König der Juden, als Retter, als Erlöser, als mein König!

 

„Das Grabtuch zeigt uns Jesus im Augenblick seiner höchsten Ohnmacht und erinnert uns daran, dass in der Erniedrigung dieses Todes das Heil der ganzen Welt liegt.!“ Papst Johannes II

„Dieses Gesicht hat geschlossene Augen; es ist das Gesicht eines Toten, und doch schaut es uns auf geheimnisvolle Weise an und spricht zu uns im Schweigen. Wie ist das möglich? Warum möchte das gläubige Volk, so wie ihr, vor dieser Ikone eines gegeißelten und gekreuzigten Mannes verweilen? Weil der Mann des Grabtuches uns einlädt, Jesus von Nazareth zu betrachten.!“ Papst Franziskus

 

Ich möchte euch ermutigen, diese Ausstellung zu besuchen. Bis 16. Juli könnt ihr dies noch in Wien machen, dann wird sie weiterwandern.

Sie ist einfach so interessant, vieles wusste ich vorher nicht. Zum Beispiel, dass Jesus keinen Dornenkranz, sondern eine -HAUBE als Krone trug. Früher, aber auch heute noch, ist es üblich als König/in eine Samthaube mit Kronenkranz zu tragen.

 

Anders als erwartet

Heute vor einem Jahr lag ich schlaftrunken und komplett fertig in meinem Krankenbett im Krankenhaus. Mein Arm fühlte sich ganz weit weg an und die Vollnarkose wirkte noch etwas nach.

Die Operation schien gut verlaufen zu sein, ich hatte die üblichen Schmerzen und hatte Tränen in den Augen, weil ich nicht fähig war, meine Suppe mit der linken Hand zu essen. Die Nacht verbrachte ich mit einem sehr leichten und unruhigen Schlaf (Schmerzen, schnarchende Mitbewohnerin), aber mit den Pflegern/innen hatte ich meinen Spaß.

Am nächsten Tag holte mich meine Schwester Lisa ab, die zu dieser Zeit schon im Ösiland war…die Hochzeit mit ihrem Mr D. stand vor der Tür.

TJa…bekocht werden, Haare gewaschen bekommen, … nach dieser angenehmen Ruhephase begann erst der eigentliche Schrecken. Meine Hand wurde einfach nicht Heil. Ich hatte Schmerzen und Beschwerden, konnte nicht arbeiten usw. Im Dezember kündigte ich dann schließlich und ja seit dem bin ich zuhause.

Heute sitze ich nun da, mein Traum von einer eigenen Konditorei wurde in die hinterste Schublade gelegt und ein Studium auf der Pädagogischen Hochschule steht vor der Tür – auf dem Plan. Täglich Übungen und wöchentlich Therapie, Kontrolltermine beim AMS, und hinundhergelaufe zur Krankenkasse…und das bei dieser Hitze ( 😦 )

Ich könnte jetzt dasitzen und mir vor lauter Selbstmitleid den Tag vermießen, aber das tue ich nicht. DAs möchte ich nicht machen. Denn davon habe ich nichts und ja, es ist eine sch… Situation, mit der ich(niemand) gerechnet hat, aber ich möchte das beste daraus machen, und ich weiß, dass Gott jeden einzelnen Tag für mich bereitet und mit mir erlebt und durchlebt und diese Situation für etwas besonderes verwendet…was…das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass ich in einigen Jahren zurückblicken werde, auf die Spur im Sand und wissen werde, warum Gott dies mit mir erlebt hat.

Außerdem freue ich mich schon richtig auf das Studium! Ich habe nämlich echt das Gefühl, dass ich noch etwas anderes machen und mich weiterentwickeln und weiterlernen möchte!! 🙂 🙂

 

p.s.: Und irgendwann werde ich dann Omas und Mamas beste Kuchen mit dem besten Kaffee servieren 🙂

Spuren im Sand

Margaret Fishback, 1964

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.
Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen
war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur
zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten
meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am
meisten brauchte?“

Da antwortete er:
„Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie
allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“