Was ändert sich eigentlich?

Wie man ja so mitbekommt ist ja heute Silvester.

Wohooo…das alte Jahr geht zu Ende, das neue fängt an.

Raketen werden gekauft, der Lachs auf Silbertellern angerichtet, der Sekt gekühlt und alle sind in Partystimmung.

Das Jahr 2017 wird zusammengefasst: was habe ich erlebt, was waren die Highlights? Promihochzeiten, königliche Taufen, Sporterfolge, Skandale, Todesfälle,…

Es gibt Specialfernsehsendungen usw. Neujahrsvorsätze werden gemacht, die eh nicht in eingehalten werden, aber das gehört halt einfach so dazu.

Angestoßen, zum Donauwalzer getanzt und irgendwann geht man dann ins Bett (oder auch nicht) und morgen wird dann noch das Neujahrskonzert angeschaut oder die Partylaune ausgeschlafen.

Aber was ändert sich eigentlich?

Die Neujahrsvorsätze sind immer die gleichen:

  • mehr Sport machen
  • mit dem Rauchen aufhören
  • Diät halten
  • weniger Autofahren
  • und und und

Daran hält sich doch eh keiner! Spätestens im Februar hat man die Vorsatzliste vergessen. Lachs schmeckt nicht nur am 31. Dezember gut und es gibt immer einen Anlass um mit einem Glas Sekt anzustoßen und zum Donauwalzer ein paar Takte zu tanzen.

Also, was ändert sich ?

Nichts. Aus 2017 wird 2018. Und das Leben geht weiter.

Und dennoch nehme ich diesen Zeitpunkt, um über das vorige Jahr nachzudenken.

Es war durchaus kein leichtes Jahr für mich! Und doch habe ich viel gelernt. Das wichtigste: jeden Tag in die Hände meines himmlischen Vaters zu legen, ihm voll und ganz zu vertrauen.

Und dies möchte ich „auch“ im nächsten Jahr machen. Jeden Tag so zu nehmen wie er kommt und auf Gott zu vertrauen, den Weg zu gehen, den er für mich gelegt hat.

Und wisst ihr was?

Ich bin schon richtig gespannt, was er noch alles für mich bereithält!

 

Gesegnetes neues Jahr!

 

„Don’t stop now.

God has something amazing for you.

You are so Close.

The best is yet to come.“ 

@TrustGodbro

Weihnachten

Wer möchte nicht Weihnachten auf einer verschneiten Insel vor Cornwall verbringen, in dem es täglich nach frischgebackenem Brot und Salzwasser riecht, Kerzen in den Fenstern brennen und die Kamine nach gemütlichen Abende einladen.?

Ich würde dies zu gerne! Vor allem, weil ich mich ein wenig mit der jungen Bäckerin Polly identifiziere.

Schon letztes Jahr durfte ich die ehrgeizige und sanfte Bäckerin kennenlernen, die hals über Kopf in ein kleines Städtchen auf einer Halbinsel vor Cornwall gezogen ist.

IN diesem dritten Roman der „Die kleine Bäckerei am Strandweg„-Trilogie, dreht sich alles um Weihnachten und den harten Winter in diesem kleinen Städtchen, welches durch einen mit wackeligen Pflastersteinen belegten Fahrdamm mit dem Festland verbunden ist.

Polly ist voll eingedeckt in ihrer Arbeit. Von früh bis spät bäckt sie Brot und süßes Weihnachtsgebäck und dieser Duft lockt natürlich alle Bewohner an, die sich bei einer heißen Tasse Kakao aufwärmen und den neuesten Klatsch und Tratsch austauschen. Ihr Verlobter bekommt sie beinahe kaum zu Gesicht. Zu gerne möchte er seine Polly heiraten, doch diese bekommt kalte Füße, nicht nur durch die eisige Luft auf der Insel.

Als sie auch noch erfährt, dass die Papageientaucher-Schutzstation aufgelassen werden soll, weil die Erhaltungskosten zu hoch sind, stürzt sie sich noch mehr in ihre Arbeit.

Und das vor Weihnachten, wo sie doch kuschelige Abende mit ihrem Verlobten und ihren Freunden verbringen möchte, während draußen die Eisblumen ihren Leuchtturm emporwachsen.

 

Für manch einen, mag dieser Roman vielleicht zu kitschig sein. Aber ich verspreche euch, er ist es nicht. Romantisch und gemütlich und herzig! Und der perfekte Roman für kalte Wintertage nach Weihnachten!

 

Buchdaten:

Titel: Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Autorin: Jenny Colgan

Verlag: PIPER

Wenn eine Geschichte verzaubert…

…dann sitze ich in einem kleinen Café das nach alten Büchern und frischem Kaffee riecht, wo Lampions aus Seide und Spitze in den Fenstern hängen und die Wänden voll mit Fotos von Heißluftballons sind.

 

Nicolas Barreau hat es mal wieder geschafft, mich mit seiner Schreibfeder zu verzaubern.

Nelly fährt mit dem Zug nach Venedig, denn sie hat Flugangst, und keine zehn Pferde hätten sie dazu gebracht in ein Flugzeug zu stecken.

In ihrer neuen roten, und etwas überteuerten – für eine Studentin, Tasche mit der goldenen Schnalle, steckt ein Roman ihrer Großmutter  „Zehn Tage gültig“. Auf der ersten Seite steht eine geheimnisvolle Widmung. Dieselbe, die auch in ihrem Granatring eingraviert ist, den Claire ihrer Enkeltochter Nelly zum 20. Geburtstag geschenkt hat.

Die junge Studentin macht sich auf eine Reise, die voll von kleinen, witzigen, interessanten und abenteuerlichen Ereignissen steckt. Und sie verliebt sich. In die prachtvollen Palazzi, die verwinkelten, menschenleeren Gassen, in die Kunst, und vor allem in das kleine Café „Settimo Cielo“, mit seinem Geruch nach alten Büchern, frischem Kaffee und den Lampions aus Seide und Spitze, die im großen Fenster hängen und seine Besucher auf magische Weise anziehen.

Was sie allerdings nicht  ahnt, ist, dass sie durch eine tief berührende und auch tief traurige Geschichte, mit diesem Café verbunden ist….

 

Ja, was soll ich da noch schreiben!

So viel Romantik und Schönheit und Geheimnis ist gar nicht zu fassen! Dieser Roman verzaubert mit seinem Rundgang durch die engen Gassen Venedigs, dem Duft von italienischem Essen,  Rotwein, Kunst und vor allem Liebe. Eine romantische Liebe.

„Ich wünsche dir wirklich, dass du eines Tages einen Menschen findest, mit dem du fliegen kannst, mein Kind…

 

Buchdaten:

Titel: Das Café der kleinen Wunder

Autor: Nicolas BarreauIMG_20171222_220204_296

Verlag: PIPER

Ein Samstag im Dezember

Nachdem ich eine ziemlich anstrengende Woche hinter mir hatte, freute ich mich richtig auf das erholsame Wochenende.

Mein Katzi ich schliefen bis viertel neun. Nachdem ich ausgeschlafen und durch eine Dusche erfrischt war, ging ich einkaufen. Es war ruhig im Geschäft, alle entspannt.

Wieder zuhause kochte ich mir Kaffee und ein Ei, Rosalinde schmatzte herzhaft ihr Frühstück runter.

Gestärkt konnte nun die Hausarbeit beginnen. Küche, Badezimmer, Vorzimmer und Boden wurden (beinahe) auf Hochglanz poliert.  Ich weiß nicht wie es euch geht, aber nach so einem Putz fühle ich mich immer erfrischt. Es bereitet Freude die Wohnung aufgeräumt zu haben wenn es dann ganz leicht nach Zitrus duftet….

Mit heißem Tee, Kuscheldecke und einem guten Buch machte ich es mir dann auf meinem Sofa gemütlich. Rosalinde kuschelte sich an mich und schlief.

Es war herrlich. Ich genoss die Ruhe, den Duft nach Kerzen und Punsch, der schon für die Adventjause dahinköchelte.

Nachdem ich mich etwas ausgeruht habe, begann ich mit backen. Für die Adventjause, zu der ich meine Familie einlud, entschied ich mich für einen Frangipane-Kuchen aus meinem neuen Lieblingsbackbuch (BACKEN – Melissa Forti).

Während ich buk, spielte im Hintergrund schwedische Weihnachtsmusik und ich fühlte mich richtig weihnachtlich, vor allem als ich den Teig für Pepperkaka ausrollte und mit den Ausstechformen meiner Farmor werkte. Dabei erinnerte ich mich an die unzähligen Backnachmittage bei ihr. Wir mussten auf einem Stockerl stehen, damit wir auf der alten Küchenkredenz mit der roten Arbeitsfläche ausrollen und -stechen konnte. Wir tranken Kakao und fanden es super herrlich die Kekse mit Mandeln und Rosinen zu dekorieren. Und natürlich musste der Teig, den Farmor stets selber herstellte, auf seine Qualität geprüft werden.

Auch jetzt duftete es herrlich nach Marzipan und Zimt, während Rosalinde eingehend prüfte, ob der Teig eh genießbar ist. „Rosie ich lieb dich!“

Der Tisch wurde mit Tannenzweigen, roten Beeren geschmückt, das schöne Teeservice hervorgeholt, Kerzen aufgestellt und eine Weihnachts-CD mit Querflöte aufgelegt.

 

Bevor wir mit jausen begannen, bat ich meine Schwester den „Gedanken“ für den heutigen Tag, aus dem Buch „Ein Dezember voller Weihnachten“, Theobald und Rösel, vorzulesen. Darin ging es um das „Auf dem Weg sein“ „was setzt mich in Bewegung“.

Danach las ich ein Gedicht von Ferdinand Ernst Böckl, über die Schneeflocke, vor.

Ich genoss diesen Nachmittag sehr. Bei uns waren solche Nachmittage oder Abende Tradition. Zusammensitzen, Tee trinken, ein Spiel spielen,  Adventgeschichten lauschen, besinnlich zurücklehnen, still werden.

Als wir Töchter aber von Schularbeiten zugedeckt wurden, Tanzstunden und andere Aktivitäten am Programm standen und dann nach der Reihe auszogen, wurden diese Nachmittage und Abende immer seltener. Am Sonntag nahmen wir uns bewusst Zeit und zündeten die Kerzen am Adventkranz an, oft las Pappa einer der Geschichte vom Schnüpperle vor (die wir schon auswendig kannten aber so fein waren.) oder Mama las ein Gedicht oder ein paar Zeilen zum Nachdenken vor.

Als ich meine Familie zur heutigen Adventjause einlud, hatte ich im Hinterkopf unsere Traditionen. Beim Tischdecken und Schmücken,  beim Backen war ich innerlich so erfreut, sie in meine eigenen vier Wände einzuladen, einen herzhaften guten Kuchen zu backen, Zeit gemeinsam zu verbringen.

Nicht nur in der Adventzeit ist es wichtig die Stille zu nutzen um mit der Familie zusammen zu sein. Aber gerade in dieser Zeit, wenn es früh dunkel wird, Kerzen brennen, und die Wohnung von Zimt und Orangen durchflutet wird, dann ist es besonders schön!

 

Ein Samstag im Dezember!

 

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