Volles Herz

Wie fängt man an? Welche Worte sind die richtigen?

…um von meinem diesjährigen Sommerurlaub zu erzählen, der ganz anders war als sonst; der so erfüllend und berreichernd war; mich Neues gelehrt und mich mit vollem Herzen und tränenden Augen nach hause geschickt hat?

 

Meinen diesjährigen Sommerurlaub verbrachte ich in den USA bei/mit meiner Schwester und ihrem Ehemann. Schon Wochen/Monate davor konnte ich mich vor Aufregung nicht halten. Denn vor mir stand kein gewöhnlicher Urlaub. Ich hatte mich dazu entschlossen, bei einem Family Retreat von Joni & Friends, als STM (Short Term Missionary) teilzunehmen – zu dienen. Es sollte mein erster Einsatz in diesem Bereich sein. Ich war so voller Vorfreude, meine Zeit, meine Ressourcen, meine Liebe, meine Energie, meinen Glauben von Gott verwenden zu lassen.

Eine kurze Beschreibung für alle, die Joni&Friends nicht kennen. J&F ist eine christliche Organisiation in den USA, die von Joni Eareckson Tada 1979 gegründet wurde. Joni ist Tetraplegikerin, nachdem sie bei einem Badeunfall, in jungen Jahren, schwerverletzt wurde. Doch dies hinderte sie nicht, hoffnungsvoll Gott zu vertrauen und sich von ihm leiten zu lassen. Family Retreat gibt Familien mit Kindern mit Behinderung, eine Woche Urlaub zu machen. Raus aus dem oft schwerfälligen Alltag zu kommen und im Glauben auftanken zu können.

Ich war im Musikteam eingeteilt und durfte unglaublich schönen und gesegneten Lobpreis machen. In der Früh mit allen Teilnehmern und danach mit den Kindern, die in Altersgruppen eingeteilt waren. Oh welche Berreicherung und welcher Segen das für mich selbst war! Ja, ich war mega nervös! Die ganze Woche englisch sprechen, Kulturschock, schwüles und heißes Wetter (wir waren in Alabama!!!), kalte Luft durch die Klimaanlage in den Räumen, Glaubensherausforderungen, vier Stunden am Tag singen und dies 4 Tage lang! Aber Christus hat mich durch diese Woche getragen. Jeden Morgen sagte ich ihm: „Herr, ich mach den Mund auf und du musst singen! Ich kann das nicht ohne dich!“

Ich durfte diese Woche so viel geben! Hände, Füße, Ohren, Augen, Mund für die Camper, Familien sein. Aber ich bekam so viel mehr zurück! Mein Herz ist so voll! Ich bin so dankbar und auch stolz, dass ich mich für diese Reise entschieden habe! Danke Lisa, dass du letztes Jahr voller Liebe und Begeisterung von dieser Woche erzählt und mir dies ans Herz gelegt hast!

Ich durfte so viel lernen! Und damit meine ich nicht nur mein Englisch aufbessern! 😉 Jeden Tag neu JEsus um seine Führung bitten, respektvoll und wertschätzend mit Menschen mit Behinderung umgehen; die Person und nicht die Behinderung sehen; das Evangelium durch Singen und Dienen ihnen ans Herz legen; für sie da zu sein; sie als Kinder Gottes sehen; als wertvoll und Berreicherung!

Als ich mit den Kleinsten sang und tanzte und Gott lobte, strahlte mein Herz und es floss so viel Liebe; da sah ich, was ich will. Genau das! Mein Leben voll und ganz dem Dienst hingeben. Mit Kindern singen und tanzen; ihnen zu dienen. Jesus hat mich in dieser Woche so verändert und mir etwas ganz wichtiges ins Herz gepflanzt;

Gleich am zweiten Tag sagte eine Mitbewohnerin zu mir, dass ich nächstes Jahr unbedingt wieder kommen soll. Ich dachte nur „jetzt mach ich mal diese Woche; schön langsam“ Am vierten Tag wollte ich schon nicht mehr nach hause und hatte bei dem Gedanken Tränen in den Augen.

Der Leitvers der Woche war Joh. 14.6 „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn nur durch mich!“ Das Musikteam entschied sich für ein Wochenlied „One Way“ von Hillsong United. Eine Textzeile lautet „One way, Jesus, you are the only way that I could live for.“ Jeden Tag mehr, festigten sich diese Worte in meinem Herzen und am letzten Tag, beim letzten gemeinsamen Lobpreis, sang der ganze Saal so laut und voller Liebe für den Herrn, dass ich zitterte. Es fühlte sich so heilig und herrlich an und ich festigte mein JA zu Jesus, zum Leben für ihn.

Und ja, dann verabschiedete ich mich mit Tränen in den Augen und dem Versprechen (auch zu mir) wieder zu kommen.

Es war so unglaublich zu sehen, wie Jesus diese Woche gewirkt hat. Wie sehr die Eltern ihre Kinder lieben. Was möglich ist, wenn man jeden Tag neu JA zu Jesus sagt.

Und ich möchte davon nicht mehr weg!

Als meine Chefin mich vor meinem Urlaub verabschiedet hat, sagte sie folgendes zu mir: „Hab eine gute Zeit! Und verlier dein Herz nicht in Amerika!“ Sie meinte natürlich an einen Mann.

Ich habe mein Herz verloren! An einen wunderbaren Ort, an ganz besondere Menschen, an einen großartigen Dienst. Und die Sehnsucht dorthin zurückzugehen tut so weh und die Tränen kullern. Und dafür bin ich Jesus so unendlich dankbar, weil er all dies möglich machte, in mir etwas bewegt und mir die Augen noch weiter für seine Welt und mir die Tür zu einem weiteren Abenteuer geöffnet hat. Ja, das Hochgefühl von vor zwei Wochen ist leichter geworden, aber das, was ich erlebt habe, das wovon mein Herz voll ist, bleibt für immer.

 

Nach dem Camp fuhren Lisa und ich über Savannah und Beaufort nach Charleston um mit ihren Mann und Schwiegereltern Erholungsurlaub zu machen. Leute ich kann gar nciht in Worte fassen, wie schön es war! So schön! Das Meer, die Gemeinschaft, die Ausflüge, die Gespräche. Lisa und ich wollten uns ständig umarmen, um uns zu vergewissern, das wir nicht träumen! 🙂 Aber es war zu heiß! 50 ° C exkl. Luftfeuchtigkeit. South Carolina ist noch heißer als Alabama.

Während ich so am Meer entlang spazierte, dachte ich mir „hier könnte ich bleiben.“ Ich wurde leichter, entspannter, aber auch nervös, weil ich nicht wusste, wie es sein wird, wenn ich wieder nach hause komme. Bevor ich mich auf die Reise begab, fühlte ich mich eingeengt, bekam keine Luft, ich war ruhelos. Wie geht mein Weg weiter? Bleibe ich in der Buchhandlung? Wie lange? Oder hat Gott etwas anderes mit mir vor?

Am Meer, an einem anderen Ort als zu hause, kann man wunderbar loslassen! 🙂 Der Herr wird’s schon führen! Und dies tut er! Der Weg ist nicht mehr ungewiss! Der Herr hat mein Herz erfüllt und der Plan liegt vor mir ausgebreitet. Ich muss nur den ersten Schritt setzen…..

 

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…Jesus!

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Traditionen

Ich liebe Traditionen 🙂 Sei es, das Christbaumaufputzen am 23. Dezember, oder das Eis zum Ferienbeginn, das Glasl Wein mit Farmor am Dienstag mit Rosenheimcops….

Einmal im Jahr muss Bad Ischl besucht werden. Diese süße Stadt in Oberösterreich, das kaiserliche Flair, die liaben Leute, die schöne Gegend, die Berge rund um, der Kaffee beim Zauner, die Dirndln und Lederhosen…einfach herrlich.

Seit ein paar Jahren machen haben wir diese Stadt ins Herz geschlossen. Meine Mama und ich nutzen diesen Tag/diese Zeit für uns und lassen die Seele baumeln.

Heuer fuhren wir schon am Donnerstag hin, um eine Nacht in einem liaben Hotel mit Biedermaiermöbeln zu übernachten und den Freitag dann in vollen Zügen und gemütlich zu genießen.

Am Abend aßen wir in den Bergen, in einem urigen und superguten Gasthaus der „Rathluckn“ mit herrlichem Blick ins Tal und die Berge. Die Sonne schien noch warm (fast zu heiß ;)), wir tranken einen Dreier (Most, Sturm, Mineralwasser) und ließen uns eine Kaspressknödelsuppe, Wildschwein-Fleischlaberl und Saibling schmecken und kugelten dann im Anschluss den BErg runter, weil es so gemundet hat.

Bad Ischl bei Nacht ist ja auch herrlich. Der Lehar-Park, mit dem Theater und beleuchteten Brunnen, Sommerfeeling wenn man mit Eis auf einer Bank sitzt und zufriedene Leute beobachtet. Herr Bundeskanzler Kern war auch mit seiner Wahltruppe dabei (leider machten wir kein Selfie mit ihm ;)). Sommerkonzert, und in der Nacht ein Sommergewitter 🙂

 

Den Freitag begannen wir mit einem kaiserlichen Frühstück. Bei kaiserlichen Wetter, flanierten wir durch den Bauernmarkt, erfreuten uns an Heidelbeeren, frischem Bauernbrot, Gewürzen, älteren Herrschaften in Tracht (sieht ja so schön aus) und genossen einen wunderbaren Eiskaffee an der Kaiser Franz Josef Promenade beim Zauner.

Wenn ich dann so mit meiner lieben Mama sitze, Eiskaffee schlürfe, ins Wasser oder auf die Berge schaue, dann wird mir bewusst, wie gut ich es habe. Welch ein Geschenk, dies zu erleben. Und dann verschwinden auch die Gedanken an die Zukunft oder Vergangenheit. Dann genieße ich einfach 🙂

 

Am Heimweg kauften wir noch Kürbisse und blieben in Kremsmünster stehen um die Gartenschau im Kremsmünster Stiftsgarten zu besichtigen. mmmhhh….so viele schöne bunte Blumen…unglaublich. Da strahlten unsere Augen. Und so liebevolle Details und ja…einfach herrlich.

 

Ein Sprung in den kühlen Teich in Innermanzing vollendete unseren wunderherrlichen Ausflug ❤

 

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Einmal altes Bauernhaus, Blumenwiesen, Berge, Wald zum Entspannen

 

…und entspannen konnte ich wirklich! Über das lange Wochenende habe ich meine liebe Freundin Ilona in Tirol besucht. Und es einfach nur herrlich!

Wenn ich zwischen 2 Wochen Malediven und 2 Wochen Bergurlaub wählen könnte, dann nehme ich den Bergurlaub (Österreichurlaub). Mein Heimatland ist so unglaublich schön und ich freue mich so, dass ich immer wieder neue Fleckchen kennenlerne! Und Tirol ist ja wirklich schön. Die Gegend (sehr viel Gegend), die Menschen, die Natur, die Luft (so frisch und klar). Da kann man wirklich die Seele baumeln lassen.

Die Gespräche mit meiner lieben Freundin machten dies noch wertvoller. Und obwohl wir uns bis jetzt immer nur einmal im Jahr gesehen haben, schmerzt es richtig zu wissen, dass sie im August nach Kanada fliegen und ein Jahr an der Bibelschule studieren wird! Aber ich weiß, dass Kilometer nichts sind, was unsere tiefe Freundschaft, und unsere Beziehung zu Gott trennen kann.

Ich bin so dankbar, dass wir mit jedem Mal, das wir uns sehen, wachsen und unsere Freundschaft festigen und stärken können.

 

 

 

 

Worin liegt mein Fokus?

Vergangene Woche war ich auf einer Mini-Bibelwoche „Jetzt erst recht“ auf Schloss Klaus (Oberösterreich). Das Thema war „Exodus – Die Geburt eines Volkes“. (ein ganz harter BRocken, aber so wunderschön!)

Vormittags hatten wir eine kleine Bibelrunde, danach zweieinhalb Stunden Bibelstudium und Abends ein Abendmeeting. Die Zeit dazwischen stand uns Teilnehmern zur freien Verfügung, und es wurden auch kleine Ausflüge angeboten (Schneeschuhwandern, Spaziergänge usw.)

Die Altersgruppe bewegte sich zwischen 19 und Mitte Dreißig.

Ich habe mich so wohlgefühlt. Es ist einfach was ganz anderes wenn man mit Gleichaltrigen in der Bibel liest, das Gelesene diskutiert und erforscht, Spiele spielt usw. Wir waren auf gleicher Augenhöhe, konnten unsere Blicke und Gespräche rund um Bibel und Glaube und Leben vertiefen.

Jeden Tag wurde ich persönlich herausgefordert in meinem Leben zu forschen, was verbindet mich mit Mose, welche Begegnungen mit Gott habe ICH erlebt, wie fordert er MICH heraus, was möchte er von mir, worin liegt MEIN FOKUS?

Wir hatten auch unseren Spaß (ich habe immer am lautesten gelacht hihi 🙂 ), blödelten, hörten den Rednern bei den Meetings zu, führten intensive Gespräche und hatten einfach eine super tolle Zeit.

ICh bin immer noch so begeistert, welch fantastische Zeit ich hatte. ICh konnte Gottes Gegenwart so gut spüren, wurde in meinem Glauben gestärkt und konnte/kann mein Vertrauen festigen. Gott hat einen Plan mit mir, ganz speziell für mich angefertigt. So wunderbar, wenn man mit Glaubensgeschwistern dies erlebt und sich austauschen kann.

Besonders schön war es, dass ich eine wirklich gute Freundin wieder gesehen habe (wir wussten von einander nicht, dass wir beide auf dieser Freizeit sein werden). Unsere Freundschaft wird mit jedem mal stärker. Neue Freundschaften wurden geschlossen, alte verfestigt. Einfach reich gesegnet 🙂

 

„Vater im Himmel, du bist unglaublich. Ich bin dir unendlich dankbar, für diese Woche, für die Gemeinschaft mmit dir und anderen, für dein Wort, dass so unglaublich gut ist und ich jeden Tag mehr erfahren und erforschen darf. Danke für die Schneelandschaft beim Schneeschuhwandern, für den Sonnenschein beim Spaziergang für dieses Geschenk dir näher kommen zu dürfen! DANKE!“

 

 

Schloss Klaus bietet wunderbare Freizeiten an. Für Jung und Alt, für Familie usw. https://schlossklaus.at/