Advent, eine besinnliche Zeit?

Am Sonntag zündete ich die zweite Kerze vom Adventkranz an, machte es mir auf dem Sofa bequem und las in meinem Adventbuch. Nach dem schönen Text und Gedankenanstoß, ging ich in mich und dachte über das Gelesene nach.

Advent ist die Vorbereitungszeit auf das Geburtstagsfest Jesu, dem Friedensbringer. Außerdem ist Weihnachten eine Zeit, in der ich bewusst und auch intensiv Zeit mit meiner Familie verbringe.

Meine Wohnung ist geschmückt, Kerzenschein breitet Wärme in den Zimmern aus, es duftet nach Tee und Gemütlichkeit ist spürbar. Und doch empfinde ich heuer nicht so viel Freude. Die zweite Adventwoche ist beinahe vorüber und ich bin vollkommen ausgelaugt, müde, erschöpft. Körperlich und psychisch. Nach den anstrengenden und wirklich mühsamen Arbeitstagen, möchte ich eigentlich nur noch nachhause und ins Bett, um am nächsten Tag genauso müde aufzuwachen und vom vorweihnachtlichen Stress beansprucht zu werden.

Gerade da versuche ich, mir zehn Minuten am Abend zu schenken. Die Kerzen anzuzünden, einen Tee zu kochen, mich aufs Sofa zu kuscheln und in meinem Adventbuch zu lesen und zu beten. Diese zehn Minuten schenke ich mir und vor allem Jesus. Denn um ihn geht es in dieser Zeit. Wegen ihm bereite ich mich auf dieses Fest vor.

Nach diesen zehn Minuten gehe ich ins Bett. Ich sehe mir keinen abendlichen Krimi an oder lese in meinem Buch. Nein, denn das, was ich in diesen zehn Minuten erlebe, will ich nicht durch andere Dinge auf die Seite schieben. Ich möchte nicht, dass dieser ganz persönliche Adventmoment als Programmpunkt meines Alltags wird, Nein! Diese zehn Minuten sind mir so wichtig und wertvoll, denn in dieser Zeit ist Jesus mir ganz nah, und ich vergesse was um mich herum ist. All die depperten Kunden, all der Stress und Frust und Ärger, all die Müdigkeit und Erschöpfung, die Rücken- und Fußschmerzen.

Dieser Adventmoment ist meine ganz persönliche Möglichkeit aufzuatmen, zur Ruhe zu kommen, aufzutanken und intime Zeit mit Jesus zu verbringen.

Ich wünsche euch, dass ihr neben diesem allgemeinen vorweihnachtlichen Stress und den Erwartungen für das Fest, eine Zeit findet, während der ihr euch etwas Gutes tut. Sei es einen Tee trinken, ein gutes Buch lesen, ein Spaziergang …, fern von jeglicher Ablenkung. 10 Minuten, eine halbe Stunde oder eine volle Stunde…ganz egal. Ihr werdet sehen wie gut es tut, vollkommen abzuschalten, ruhig zu werden und einfach nur still zu sein. So kann ein besinnlicher Advent gelingen!

Gesegneten Advent euch allen!

 

 

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Ein Samstag im Dezember

Nachdem ich eine ziemlich anstrengende Woche hinter mir hatte, freute ich mich richtig auf das erholsame Wochenende.

Mein Katzi ich schliefen bis viertel neun. Nachdem ich ausgeschlafen und durch eine Dusche erfrischt war, ging ich einkaufen. Es war ruhig im Geschäft, alle entspannt.

Wieder zuhause kochte ich mir Kaffee und ein Ei, Rosalinde schmatzte herzhaft ihr Frühstück runter.

Gestärkt konnte nun die Hausarbeit beginnen. Küche, Badezimmer, Vorzimmer und Boden wurden (beinahe) auf Hochglanz poliert.  Ich weiß nicht wie es euch geht, aber nach so einem Putz fühle ich mich immer erfrischt. Es bereitet Freude die Wohnung aufgeräumt zu haben wenn es dann ganz leicht nach Zitrus duftet….

Mit heißem Tee, Kuscheldecke und einem guten Buch machte ich es mir dann auf meinem Sofa gemütlich. Rosalinde kuschelte sich an mich und schlief.

Es war herrlich. Ich genoss die Ruhe, den Duft nach Kerzen und Punsch, der schon für die Adventjause dahinköchelte.

Nachdem ich mich etwas ausgeruht habe, begann ich mit backen. Für die Adventjause, zu der ich meine Familie einlud, entschied ich mich für einen Frangipane-Kuchen aus meinem neuen Lieblingsbackbuch (BACKEN – Melissa Forti).

Während ich buk, spielte im Hintergrund schwedische Weihnachtsmusik und ich fühlte mich richtig weihnachtlich, vor allem als ich den Teig für Pepperkaka ausrollte und mit den Ausstechformen meiner Farmor werkte. Dabei erinnerte ich mich an die unzähligen Backnachmittage bei ihr. Wir mussten auf einem Stockerl stehen, damit wir auf der alten Küchenkredenz mit der roten Arbeitsfläche ausrollen und -stechen konnte. Wir tranken Kakao und fanden es super herrlich die Kekse mit Mandeln und Rosinen zu dekorieren. Und natürlich musste der Teig, den Farmor stets selber herstellte, auf seine Qualität geprüft werden.

Auch jetzt duftete es herrlich nach Marzipan und Zimt, während Rosalinde eingehend prüfte, ob der Teig eh genießbar ist. „Rosie ich lieb dich!“

Der Tisch wurde mit Tannenzweigen, roten Beeren geschmückt, das schöne Teeservice hervorgeholt, Kerzen aufgestellt und eine Weihnachts-CD mit Querflöte aufgelegt.

 

Bevor wir mit jausen begannen, bat ich meine Schwester den „Gedanken“ für den heutigen Tag, aus dem Buch „Ein Dezember voller Weihnachten“, Theobald und Rösel, vorzulesen. Darin ging es um das „Auf dem Weg sein“ „was setzt mich in Bewegung“.

Danach las ich ein Gedicht von Ferdinand Ernst Böckl, über die Schneeflocke, vor.

Ich genoss diesen Nachmittag sehr. Bei uns waren solche Nachmittage oder Abende Tradition. Zusammensitzen, Tee trinken, ein Spiel spielen,  Adventgeschichten lauschen, besinnlich zurücklehnen, still werden.

Als wir Töchter aber von Schularbeiten zugedeckt wurden, Tanzstunden und andere Aktivitäten am Programm standen und dann nach der Reihe auszogen, wurden diese Nachmittage und Abende immer seltener. Am Sonntag nahmen wir uns bewusst Zeit und zündeten die Kerzen am Adventkranz an, oft las Pappa einer der Geschichte vom Schnüpperle vor (die wir schon auswendig kannten aber so fein waren.) oder Mama las ein Gedicht oder ein paar Zeilen zum Nachdenken vor.

Als ich meine Familie zur heutigen Adventjause einlud, hatte ich im Hinterkopf unsere Traditionen. Beim Tischdecken und Schmücken,  beim Backen war ich innerlich so erfreut, sie in meine eigenen vier Wände einzuladen, einen herzhaften guten Kuchen zu backen, Zeit gemeinsam zu verbringen.

Nicht nur in der Adventzeit ist es wichtig die Stille zu nutzen um mit der Familie zusammen zu sein. Aber gerade in dieser Zeit, wenn es früh dunkel wird, Kerzen brennen, und die Wohnung von Zimt und Orangen durchflutet wird, dann ist es besonders schön!

 

Ein Samstag im Dezember!

 

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Glögg und Weihnachtspölster

Jetzt habe ich sie fertig genäht und meine herrlich, lieben, kuschligen Weihnachts/Adventpölster zieren mein Sofa.

Selbst genäht, mit Mamas Hilfe, und viel Geduld.

Die Stoffe habe ich bei Buttinette bestellt — ein Himmelreich für alle Hobbybastler usw. (http://www.buttinette.com) – gleich mal reinschaun und stöbern.

Es ist einfach etwas ganz anderes, wenn man die Pölster selber näht. So viel Freude bescheren sie mir 🙂

 

Und wenn ich dann am Abend so auf meinem Sofa sitze, in meine Pölster gekuschelt, Weihnachtsmusik lausche und heißen, selbst gemachten Glögg (schwedischer Glühwein) trinke, die Kerzen flackern, dann fühl ich mich richtig adventlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Advent hat sich eingestellt

Seit gut einer Woche ist es richtig kalt bei uns im Ösiland (Wienumgebung). Auch um 9 Uhr in der Früh muss das Auto vom Eis befreit werden und ab 17 Uhr schlägt es wieder zu.

Derzeit scheint die Sonne, dazu klirrende Kälte — ich liebe das 🙂

Ich mache es mir in meiner Wohnung gemütlich, mit heißem Tee, guten Büchern, meinem Sofa und der Kuscheldecke. Die Kerzen brennen, die Wohnung duftet nach Gemütlichkeit. Hier und da stelle ich noch ein Wichterl oder Reisiggesteck auf.

Diese Adventzeit wird ganz besonders werden, denn seit laaaaaaanger Zeit habe ich wieder die Möglichkeit, voll und ganz in diese besinnliche Zeit einzutauchen. Aufgrund meiner rechten, nicht heilenden Hand, habe ich von meiner lieben Therapeutin vier Wochen komplette Schohnung verschrieben bekommen.

Dh: kein Keksebacken 😦 aber irgendjemand muss sie ja kosten 😉

Dh: kein Arbeitsdienst. – angenehm 😉

Somit habe ich nun wirklich viel viel viel viel…Zeit für mich und für Spaziergänge, Lesen, Teetrinken, Adventmärkte besuchen …. ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie freue ich mich darauf. Es wurde nämlich langsam Zeit, dass ich einen Gang zurückschalte.

Bald werde ich meinen kleinen Zwergchristbaum besorgen und aufschmücken (dies hat sie mir nicht verboten … bzw. nicht ausdrücklich), morgen fahren meine Eltern, meine Schwester und ich nach Schloss Hof zum Adventmarkt…ein ganz heißer Tipp! Darauf freue ich mich schon richtig:)

Noch zu tun im Advent:

  • Adventmärkte besuchen
  • Glögg machen — check
  • Mädelsabend — nächste Woche
  • Lesen
  • Teetrinken
  • Farmor beim Wohnungschmücken helfen (eh nur bissi)
  • Theaterbesuch
  • Konzertbesuch
  • Weinachtspost versenden
  • Weihnachtspölster fertig nähen — das geht gut mit der linken Hand 😉
  • Spaziergänge
  • Fotoalben bekleben
  • Genießen!

Was hast du noch vor? Wie verbringst du den Advent?

Alle Jahre wieder…

Ja, jetzt ist der November auch schon wieder fast vorbei. Und von meiner November TO-DO-Liste habe ich einen Punkt streichen können! haha 😉 Aber immerhin. Mein Abstellraum ist nun wunderbar geräumig, hell und neu gestrichen, optimal eingerichtet….herrlich. Danke an meinen Opa der mir beim Regale ausbauen geholfen hat und Mama, dir für deinen Ehrgeiz, auszumalen, abzumessen, einzukaufen, einzubauen … :-*

Am vergangenen Wochenende feierte ich meinen 24. Geburtstag …. jaaaa….24…Kinder wie die Zeit vergeht.Ich danke meiner Familie für die gemeinsam verbrachte Zeit und die vielen kleinen Glücksmomente. Spaziergang durch das erläuchtete Wien, Willkommensgesang als ich nachhause kam, der kleine Neffe, der mit erstauntenAugen die Lichter betrachtete, die Entspannung in der Therme….vieles vieles mehr!

Heute feiern wir Mamas Geburtstag, ich freu mich darauf 🙂

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Alle Jahre wieder binden wir gemeinsam Adventkränze. Es ist herrlich gemütlich. Mama kocht Kürbissuppe und bäckt Mormors Pepperkaka (Omas Weihnachtskuchen) . Es wird geplaudert, gelacht, dieser Abend genossen.

Und der Kater hat auch seine Freude, denn das Reisig duftet so herrlich nach Wald und raschelt…es ist jedesmal ein Spaß ihm beim „Versteckspiel“ zuzusehen.

Und jedes Jahr werden meine Kränze schöner …tja…Übung macht den Meister 😉

Ich liebe es, die Wohnung weihnachtlich zu schmücken, überall stehen Kerzen, es duftet nach Tannenwald und Zimt und Kardamom und Glühwein, es herrscht eine besinnliche und gemütliche Stimmung, ich werde ruhiger, entspanne mich….einfach wunderbar. Und da ich ja seit  1 1/2 Jahren meine eigenen Wohnung für die Adventszeit herrichte ist es noch spezieller, schöner…

So wie im Herbst, habe ich auch für den Advent eine kleine Liste, mit Dingen die ich machen möchte:

  • Adventkranzbinden – Check!
  • Pepperkaka mit Farmor backen
  • Glögg selber machen
  • Adventmärkte besuchen
  • Lesen
  • Spaziergänge
  • Mädelsabend mit Suppe, Glögg, plaudern…
  • Zeit mit der Familie (Adventgeschichte lesen,…)
  • Zur Ruhe kommen
  • Mich auf das Weihnachtsfest vorbereiten

Wie sieht dein Advent aus? Welche Traditionen „verfolgst“ du? Gibt es etwas, das du auf keinen fall missen möchtest? Welches ist dein Lieblingskeksrezept?

Ich freue mich über einen Kommentar mit einer Beschreibung deines Adventes.

Rezeptaustausch, Dekoanregungen, Mädelsabendanregungen, Buchvorschläge, Tipps für schöne Adventmärkte (im Raum Wien, Niederösterreich) usw. gerne auch 🙂

Ich wünsche dir einen wunderherrlichen, ruhigen, besinndlichen Advent!